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Kämpf erbt den Sieg auf dem Brünig

Bernhard Kämpf triumphierte gestern auf dem Brünig und feierte den grössten Erfolg seiner Karriere. Der Berner Oberländer profitierte davon, dass Benji von Ah und Matthias Glarner im Schlussgang über 14 Minuten stellten.

Bernhard Kämpf ist nach seinem überraschenden Triumph beim traditionellen Brünig-Schwinget überwältigt: «Ich bin sprachlos.»
Bernhard Kämpf ist nach seinem überraschenden Triumph beim traditionellen Brünig-Schwinget überwältigt: «Ich bin sprachlos.»
Keystone

Der 27-jährige Kämpf aus Sigriswil BE hatte am letzten Wochenende beim Weissenstein-Schwinget den 3. Rang erreicht. Dort hatte der gelernte Elektromonteur erstmals an einem Bergfest im Schlussgang gestanden, als er Christian Stucki unterlag.

Mit Kämpf (1,86 m/105 kg), der bislang einen Eidgenössischen Kranz aufweist (2013), triumphierte zum fünften Mal in Folge ein Berner am Brünig.

Zweiter Kranzfestsieg

«Ich bin sprachlos. Damit hatte ich nicht gerechnet», kommentierte Kämpf, der sich selbst als «leidenschaftlich und ehrgeizig» beschreibt. Er belegte schon zweite Ränge am prestigeträchtigen Kilchberger Schwinget (2014) sowie auf dem Rigi 2013 und feierte seinen zweiten Kranzfestsieg nach dem Co-Triumph 2012 am Oberländischen.

Gestern auf dem Brünig startete Kämpf mit zwei Gestellten, drehte danach aber mit vier Siegen auf, dem wichtigsten im sechsten Gang gegen Christian Schuler.

Sehr animierter Schlussgang

Der Obwaldner Schlussgangteilnehmer Benji von Ah aus Giswil, der in diesem Jahr bereits am Urner Kantonalfest triumphiert hatte, hinterliess über den ganzen Tag den stärksten Eindruck. Erstmals im sechsten Duell konnte der 28-Jährige dabei im fünften Gang den vorletzten Schwingerkönig Kilian Wenger bezwingen. Davor hatte von Ah im vierten Gang zudem auch seinen späteren Schlussgang-Kontrahenten Matthias Glarner bodigen können, der die ersten drei Gänge noch siegreich beendet hatte.

Da beide Schlussgang-Teilnehmer wussten, dass ihnen nur ein Sieg zum Triumph auf dem Brünig reichen würde, verlief die 14-minütige Schlussausmarchung vor 6390 Zuschauern sehr animiert. Beide Schwinger waren mehrmals sehr nahe daran, den Gegner siegreich ins Sägemehl zu drücken. Bitter für den 29-jährigen Matthias Glarner: Er stand schon zum dritten Mal auf dem Brünig im Schlussgang, konnte aber wie schon 2014 gegen Kilian Wenger und 2012 gegen Christian Stucki nicht reüssieren.

Mit dem fünffachen Brünig-Gewinner Martin Grab (Knie), Schwingerkönig Matthias Sempach (Fuss) und Christian Stucki (andere Saisonplanung) fehlten drei Topschwinger am Brünig. Das Fest gilt als bedeutendstes Bergkranzfest neben dem Schwägalp, das jeweils in der zweiten Augusthälfte im Programm steht.

Starker Nachwuchs

Das mit Spannung erwartete Kranzduell zwischen den Bernern und den Innerschweizern ging an die «Mutzen». Sie holten zehn der zwanzig Kränze, den Innerschweizern blieben sechs und den Nordwestschweizer Gästen vier. Auffallend waren die Leistungen der jungen Athleten. Gleich ein Quartett, welches noch nicht einmal 20 Jahre alt ist, holte sich den Kranzgewinn. Nick Alpiger (Jahrgang 1996), Remo Käser (1996), Joël Wicki (1997) und Michael Bächli (1998) sind definitiv grosse Versprechen für die Zukunft.

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