Bülach

Karatekas kämpfen in der Bülacher Hirslen um Meisterehren

Am kommenden Wochenende lädt der Karate-Club Höri zu den Schweizer Meisterschaften des Verbands SKISF.

Präsident Thomas Schneider (von links), Cheftrainerin Eveline Knupp und Dojo-Leiterin Dominique Horath vom Karate-Club Höri.

Präsident Thomas Schneider (von links), Cheftrainerin Eveline Knupp und Dojo-Leiterin Dominique Horath vom Karate-Club Höri. Bild: Christian Merz

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«In den umliegenden Gemeinden sind wir mittlerweile ein Begriff», erzählt Dojo-Leiterin Dominique Horath. An der Sportlerehrung werden stets Athletinnen und Athleten aus dem Karate-Club Höri ausgezeichnet, und seit der Verein vor zwei Jahren die Strukturen angepasst hat und ein Training für Kinder ab fünf Jahren anbietet, ist die Zahl der Mitglieder von 60 auf 130 gewachsen. 20 bis 30 Kinder besuchen regelmässig die Trainings für die Jüngsten.

«Natürlich hätten wir gerne noch mehr Aufmerksamkeit und noch mehr Mitglieder», sagt Präsident Thomas Schneider. Seit 40 Jahren gibt es seinen Verein bereits. Eine ideale Gelegenheit, um einen Grossanlass wie die Landesmeisterschaften des Verbands SKISF (Shotokan Karate-Do International Swiss Federation) in der Sporthalle Hirslen im nahen Bülach auf die Beine zu stellen. Als deren Gastgeber fungiert der Karate-Club Höri am kommenden Wochenende. «Wir freuen uns auf viele Zuschauer. Man kann auf dem Weg zum Einkaufen bei uns vorbeischauen, und nachher gleich nochmals – der Eintritt ist gratis», sagt Schneider. Die Wettkämpfe beginnen am Samstag und Sonntag jeweils um 9 Uhr. Am Samstag treten die Aktiven und Masters an, tags darauf der Nachwuchs.

Vielseitig gefordert

«Eine Schweizer Meisterschaft ist die Gelegenheit, sich zu präsentieren», erklärt Dojo-Leiterin Dominique Horath. In Höri stehe die Ausbildung der Grundlagen im Mittelpunkt. «Viele kommen mit einer gewissen Vorstellung ins Karate. Doch die verändert sich im Training.» So ist Karate nicht nur der Kampf mit einem Gegner. Dazu gehört auch Kata, die Abfolge bestimmter Übungsformen. Karate sei «ein Rundumpaket», erklärt Horath, «die Verbindung von Körperlichem und Geistigem». Die 28-Jährige hat sich im Alter von zehn Jahren dafür entschieden. Sie trat in die Fussstapfen ihrer Mutter Karin, der ehemaligen Weltmeisterin, die viele Jahre das Amt als Dojo-Leiterin innehatte. Heute leitet Cheftrainerin Eveline Knupp in Höri die Trainings.

2011 wurde Dominique Horath mit der Schweiz Team-Europameisterin in der Kata. «Das war überraschend. Wir haben viel investiert. Aber mein Hintergrund war damals ein ganz anderer als heute», sagt sie. Am Wochenende ist sie für alle sportlichen Belange der SM zuständig – und selbst Medaillenanwärterin. Ob sie gewinnen wird? «Ich hoffe es», sagt Horath und lacht. Ein Sieg wäre für sie nicht eben der Normalfall. «Ich war oft in den ersten vier Rängen, aber viele Titel habe ich nicht nach Hause gebracht.» Zehn Platzierungen sollen die Karatekas aus Höri an der Schweizer Meisterschaft in Bülach erreichen. «Aber wir stellen viele Teilnehmer, die zum ersten Mal mitmachen. Für sie ist es die Chance, das auszuprobieren.»

Umsichtige Gastgeber

Rund 400 Sportler haben sich für die Meisterschaften eingeschrieben, seit Februar ist das siebenköpfige OK an der Arbeit. Es gab viel zu tun: für Verpflegung sorgen, das Material für den Wettkampf organisieren, Sponsoren suchen. Erstmals übernimmt der gastgebende Verein die Teilnahmegebühren, zur optimalen Vorbereitung organisiert er am Freitag einen Trainingsabend in der Turnierhalle, und am Samstagabend steigt die Feier zum Clubjubiläum.

«Wir zeigen am Samstag und Sonntag, wer wir sind», sagt Thomas Schneider. Um weitere Personen dazu zu bringen, Karate kennen zu lernen. Der Clubpräsident selbst bestreitet keine Turniere mehrt. «Obwohl ich es ausprobiert habe und Vize-Schweizer-Meister geworden bin.» Seine Motivation war eine andere, als er im Alter von 18 Jahren zum Karate fand: das Kino. «Ich wollte mich auch so bewegen können wie Bruce Lee und Jean-Claude Van Damme.»

Erstellt: 13.11.2019, 17:57 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Paid Post

Die Erfolgsgeschichte hinter den bunten Recycling-Säcken

Recycling-Abos gehören in Trendzeiten der Nachhaltigkeit und sozialen Bewusstseins für viele Schweizerinnen und Schweizer zum Alltag. Wer steckt dahinter?

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben