Handball

Kloten kämpft geeint um den Ligaerhalt

Die SG Kloten startet morgen Sonntag mit dem Heimspiel gegen Uster in die Abstiegsrunde der 1. Liga.

Der Teamgeist ist intakt und der Trainingsfleiss bei der SG Kloten trotz vieler Niederlagen gross. Im Hintergrund überwacht Trainer Fredi Mäder die Einheit.

Der Teamgeist ist intakt und der Trainingsfleiss bei der SG Kloten trotz vieler Niederlagen gross. Im Hintergrund überwacht Trainer Fredi Mäder die Einheit. Bild: Leo Wyden

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Auch in ihrer zweiten Saison nach dem Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse kennen die Spieler der SG Kloten Handball nur ein Ziel: den Ligaerhalt. Um ihn auf direktem Weg zu erreichen, müssen die Flughafenstädter in der Endtabelle ihrer Abstiegsrunden-Gruppe 2 nach den fünf Heim- und Auswärtspartien mindestens den 4. Rang erreichen. «Das ist eine echte Herausforderung, aber machbar», schätzt Fredi Mäder. Der Trainer, welcher das Team auf die laufende Spielzeit hin übernommen hatte, schränkt sogleich ein: «Es braucht aber noch die Rückkehr von ein, zwei Spielern, die im Moment noch rekonvaleszent sind.» Namentlich Rückraum-Regisseur Severin Wullschleger, der sich nach überstandener Verletzung am Ellenbogen im Wiederaufbau befindet, und Abwehr-Stütze Nico Schmid, der nach seiner Knieverletzung noch nicht wieder zu 100 Prozent fit ist, sollten in den kommenden Wochen wieder zum Team stossen.

Von Anfang an voll einsatzfähig ist dagegen Kreisläufer Stefan Lütscher. «Dass er wieder dabei ist, stärkt uns enorm», sagt Co-Captain und Team-Topskorer Fabian Siegrist. «Er ist der Leader, der die Abwehr organisiert und zusammenhält, mit ihm haben wir wieder einen stabilen Mittelblock.»

Die Abwehr als Schlüssel

Auch im hintersten Mannschaftsteil haben sich die Klotener für die Abstiegsrunde verstärkt: Simon Wieser, der am Ende der vergangenen Saison aufgehört hatte, gibt den Rücktritt vom Rücktritt. Gerade zwischen den Pfosten war die Not zuletzt gross. «Wir sind mit drei Goalies in die Saison gegangen, zwischendurch waren alle verletzt», schildert Fredi Mäder.

Der Trainer scheint seinen feinen Sinn für Humor bewahrt zu haben, auch wenn ihm angesichts der aussergewöhnlich vielen Verletzungen von Leistungsträgern und der Serie von sieben Niederlagen in der zweiten Hälfte der Vorrunde eigentlich kaum zu spassen gewesen sein dürfte. Auf die Frage, was sein Team im Vergleich zu den Auftritten vor dem Jahreswechsel verbessern müsse, antwortet Mäder trocken: «So ziemlich alles.» Um dann ernsthaft anzufügen, dass die Fehlerquote im Aufbau sinken und sich das Abwehrverhalten steigern müsse.

Intakt geblieben sei dagegen auch während jener Wochen, in denen sie regelmässig mit zehn und mehr Toren Differenz verloren, der Teamgeist der Klotener, betont Fabian Siegrist. «Im Spiel sind wir oft auseinandergefallen, aber als Team sind wir immer zusammen geblieben», sagt er. «Keiner hat dem anderen Vorwürfe gemacht, und wer fit war, ist auch weiter zum Training gekommen.» Der gute Zusammenhalt könnte sich wie schon 2019 als Pluspunkt erweisen. «Aber es wird extrem schwer», warnt er.

Erstellt: 17.01.2020, 19:11 Uhr

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