Kloten

Kloten kassiert Startniederlagen

Klotens Männer haben die NLA-Saison nicht eben wunschgemäss begonnen. Mit 2:6 gegen Lugano und 4:6 gegen Lancy haben sie beide Partien ihrer Heimdoppelrunde verloren.

Der neue Spitzenspieler Elia Schmid zeigt in der ersten NLA-Doppelrunde erstmals im Klotener Dress sein Können, hier mit einem Vorhand-Topspin.

Der neue Spitzenspieler Elia Schmid zeigt in der ersten NLA-Doppelrunde erstmals im Klotener Dress sein Können, hier mit einem Vorhand-Topspin. Bild: Rosi Hohl

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Nach drei Stunden und 19 Minuten Gesamtspielzeit ist es am ­späten Sonntagabend um Klotens Männer geschehen. Andrin Melliger, ihre Nummer 3, kann im dritten Satz des letzten und entscheidenden Einzels gegen Lancys Gaël Vendé bei eigenem Aufschlag den zweiten Matchball des Genfers nicht mehr abwehren. Nach Vendés Return landet Melligers Unterschnitt-Rückhandball im Aus. 10:12, 8:11 und erneut 10:12 verliert der Jüngste im Klotener Trio, womit die 4:6-Niederlage gegen den Aufsteiger Lancy feststeht. Hernach gratulieren die Flughafenstädter ihren Kontrahenten fair zum Sieg, ehe sie zusammenkommen und sich gegenseitig aufzumuntern versuchen.

Am späten Ende eines langen Wochenendes mit vielen eng umkämpften Partien wissen sie: Sie haben alles versucht und stehen nun doch mit leeren Händen da. Mit null Punkten nimmt der Vizemeister der vergangenen Saison aufgrund des besseren Spielverhältnisses im Vergleich zu Veyrier den 7. und vorletzten Platz der NLA-Tabelle ein. Klotens neuer Spitzenspieler Elia Schmid kommentiert hernach: «Es war alles ein wenig unglücklich, vor allem heute. 4:6 ist sehr knapp – schade, dass uns das Doppel aus den Händen gelaufen ist.» Aus seinen Worten sprechen Bescheidenheit und Fähigkeit zur Selbstkritik. Denn der ehemalige Schweizer Nationalspieler und amtierende Schweizer Meister im Doppel entschied gegen Lancy all seine drei Einzel für sich und ging einzig im Doppel an der Seite des Klotener Captains Denis Bernhard als Verlierer vom Tisch. Mit seiner Leistung vom Vortag gegen Lugano haderte indes auch er: «Gegen Csaba Molnar habe ich 2:0 nach Sätzen geführt, da wäre ein Sieg dringelegen.» Doch nicht nur Klotens neue Nummer 1, sondern auch seine Mitspieler hatten gegen Luganos starken Ungarn ihre Möglichkeiten. So verlor Denis Bernhard zwei Sätze nur mit zwei Zählern Unterschied, und Andrin Melliger hatte im fünften Satz gar einen Matchball, den Molnar abwehrte.

Der wichtige nächste Schritt

«Leider haben sich die verlorenen fünften Sätze über das ganze Wochenende durchgezogen», analysierte Denis Bernhard denn auch, «von sechs Einzeln, die in den Entscheidungssatz gegangen sind, haben wir nur eines gewonnen. Wenn nur schon die Hälfte an uns gegangen wäre, hätten wir mindestens heute nicht verloren.» Tatsächlich trug der Captain gegen Lancy mit zwei 2:3-Niederlagen seinen Teil zu dieser aus Klotener Sicht unglücklichen Bilanz bei – und das, nachdem er in beiden verlorenen Einzeln zunächst 2:1 nach Sätzen geführt hatte. «Irgendwie war heute der Wurm drin», meinte er , «normalerweise freue ich mich so richtig, wenn es in einem Match knapp wird, heute habe ich mich dabei nie so wohl gefühlt.»

Letzteres könnte freilich mit der veränderten Stellung des 23-Jährigen im Klotener Teamgefüge zusammenhängen. Konnte er in der vergangenen Saison im Fahrwasser der beiden ungarischen Spitzenspieler Daniel Zwickl und David Zombori locker aufspielen, so weiss der Captain heuer, dass es auf seine Punkte ankommt. «Das ist genau der nächste Schritt, den Denis und auch Andrin Mellige jetzt gehen müssen: mehr Verantwortung zu übernehmen», erklärte ihr Trainer Gary Seitz. «Darum ist diese Saison auch so wichtig für sie – unabhängig davon, ob es am Ende zum Ligaerhalt reicht oder nicht.» Aufgrund der Fortschritte, die sie gezeigt hätten, traut der erfahrene Coach dies den Klotenern durchaus zu.

«Wir haben eine gute Mannschaft»

Dass das Wissen um die Bedeutung des Start-Wochenendes mit den Heimspielen gegen die beiden nominell am schwächsten besetzten Ligakonkurrenten für den weiteren Saisonverlauf die Klotener gerade dann gehemmt habe, wenn es eng wurde, glaubt Elia Schmid nicht. «Uns war klar, dass es ein wichtiges Wochenende war – aber noch lange kein entscheidendes», verriet Klotens neuer Spitzenspieler, «wir haben eine gute Mannschaft, und über den Ligaerhalt mache ich mir gar keine Gedanken.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 09.10.2017, 19:26 Uhr

Klotener Frauen

Ein Sieg zum Auftakt

Auch Klotens Frauen sind zum Start der NLA-Saison zweimal zu Hause angetreten - und haben zwei ganz unterschiedliche Resultate erreicht. Dem Meisterschaftsmitfavoriten Rapid Luzern unterlagen sie 1:6, den Aufsteiger Wädenswil besiegten sie indes mit 6:1. Neuzuzug Mayya Volkmer kam lediglich gegen das Zürichsee-Team zum Einsatz und entschied in dieser Partie beide Einzel für sich. pew

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