Zum Hauptinhalt springen

Klotener schalten Serienmeister aus

Klotens Männer haben es geschafft: Mit einem 6:1-Heimsieg und einem 5:5 im Auswärtsspiel haben sie den Playoff- Halbfinal gegen den NLA-Qualifikationssieger Muttenz für sich entschieden.

Klotens Daniel Zwickl zieht einen Vorhand-Topspin und beweist mit insgesamt fünf Einzel- und zwei Doppelsiegen im Playoff-Halbfinal seine Klasse.
Klotens Daniel Zwickl zieht einen Vorhand-Topspin und beweist mit insgesamt fünf Einzel- und zwei Doppelsiegen im Playoff-Halbfinal seine Klasse.
Rosi Hohl

Im Final, der am Wochenende vom 20./21. Mai beginnt, trifft Kloten auf den Titelverteidiger Wil SG, der im Vorjahresfinal Rio-Star Muttenz’ Erfolgsserie nach elf Titelgewinnen beendet hatte. Angesichts dieser glorreichen Vergangenheit waren die Basler als leichter Favorit in den Halbfinal gegen die Klotener gegangen, die zuletzt 2009 so weit gekommen waren und damals Muttenz zweimal 1:6 unterlagen.

Doch siehe da: Die erste Partie der Playoff-Halbfinalserie 2017 endete ebenfalls 6:1, diesmal ­jedoch zugunsten Klotens. Der Hauptgrund für den vor allem in dieser Höhe völlig unerwarteten Heimsieg lag in der Aufstellung. So konnten die Gastgeber in Bestbesetzung antreten, während die Muttenzer kurzfristig auf ihren zweitbesten Spieler verzichten mussten. Denn der mehrfache Schweizer Meister Elia Schmid, der in der kommenden Saison für Kloten spielen wird (Ausgabe vom 13. April), war an einer Grippe erkrankt. Die Gäste setzten, von aussen betrachtet überraschend, als Ersatzmann auf den erst 15-jährigen Pedro Ryu Osiro Shinohara anstatt auf den routinierten Chinesen Jiasun Hu aus Muttenz’ NLB-Team. Doch der junge Osiro musste Lehrgeld ­zahlen und verlor an beiden Tagen alle Einzel.

Die Weichen zum klaren 6:1-Heimsieg im Auftaktmatch der Best-of-3-Serie stellte Klotens Captain Denis Bernhard persönlich: In seinem ersten Einzel bezwang er Muttenz’ Nummer 2, ­Filip Karin, in fünf Sätzen. «Nachdem Elia Schmid ausgefallen war, ist dieser Match plötzlich zum Schlüsselspiel geworden», schilderte Bernhard, «umso besser, dass ich ihn gewonnen habe. Danach war bei Muttenz die Luft draussen.» Tatsächlich hatte Klotens ungarischer Spitzenspieler Daniel Zwickl im anschliessenden Einzel beim 3:0-Sieg gegen seinen Basler Gegenpart Chengbowen Yang wenig Mühe. Und alle folgenden Partien gingen ebenfalls klar an Kloten. «Die Muttenzer haben fast schon aufgegeben und Yang im Doppel gar nicht erst eingesetzt, um ihn für das zweite Spiel zu schonen», berichtete Bernhard.

Nervenprobe in Muttenz

Die Massnahme sollte sich aus Muttenzer Sicht auszahlen: Denn tags darauf drehte Chengbowen Yang in eigener Halle auf und gewann alle drei Einzel. «Man hat mal wieder gesehen, wie viel der Heimvorteil ausmachen kann», sagte Denis Bernhard zum 5:5 im zweiten Spiel der Serie, zu dem beide Mannschaften in gleicher Besetzung angetreten waren. «Vor allem David Zombori hat mit den Bällen, die Muttenz ­verwendet und die wenig Spin annehmen, Mühe gehabt. Ausserdem haben Yang und vor allem ­Filip Karin zu Hause viel besser gespielt als am Samstagabend in Kloten.» So drehte Karin gegen den Klotener Captain den Spiess um und gewann in der letzten Einzelrunde 3:1. Da gleichzeitig auch Zwickl im Duell der Spitzenspieler gegen Yang diesmal den Kürzeren gezogen hatte, lagen die Gäste auf einmal 4:5 zurück.

Doch im allerletzten Einzel hielt Zombori, der zuvor zweimal als Verlierer vom Tisch gegangen war, dem Druck stand: Der Ungar sorgte mit seinem 3:0-Sieg über Osiro für den Punkt zum 5:5-Endstand. Das Remis bescherte Kloten gemäss dem Playoff-Reglement im Schweizer Tischtennis nach dem Sieg in Spiel 1 den Einzug in den Final. «Wir freuen uns riesig», meinte Bernhard, «wer hätte nach dem Viertelfinal-Aus letztes Jahr gedacht, dass wir in den Final kommen.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch