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Klotenerinnen greifen mit neuen Kräften an

Für Klotens Frauen sollte die viel zitierte Sportweisheit, wonach die zweite Saison nach einem Aufstieg schwieriger ist als die erste, nicht gelten. Nach einer anspruchsvollen ersten NLA-Spielzeit orientieren sie sich heuer nach oben.

Captain Liza Schempp und ihre Klotener Teamkolleginnen peilen in der NLA-Saison, in die sie heute um 14.30 Uhr mit einem Heimspiel gegen Rapid Luzern starten, die Playoff-Halbfinals an. Mindestens.
Captain Liza Schempp und ihre Klotener Teamkolleginnen peilen in der NLA-Saison, in die sie heute um 14.30 Uhr mit einem Heimspiel gegen Rapid Luzern starten, die Playoff-Halbfinals an. Mindestens.
Rosi Hohl

In der vergangenen Saison, der ersten nach dem Aufstieg in die NLA, durchlebten die Klotenerinnen vor allem in personeller Hinsicht arge Turbulenzen. Wegen des überraschenden Abgangs der aufstrebenden Juniorin Lara Lampart nach der ersten Dop­pelrunde mussten sie mehrmals auf Ersatzspielerinnen zurückgreifen – und am Ende froh sein über den Ligaerhalt. Doch heuer könnte alles anders werden.

Erstens, weil Captain Liza Schempp längst von ihrem Auslandsemester in Paris zurückgekehrt ist, nun wieder regelmässig trainieren und in der NLA antreten kann. Zweitens, weil Spitzenspielerin Alexandra Tchalakian für das Gros der Matches von ihrem Studienort Genf aus anreisen wird und sich genauso wie die Ergänzungskraft Auxanne Rebetez bereits nach dem Ende der ­vorigen Saison klar zum Klotener Frauen-Fanionteam bekannt hat.

Und drittens, weil sich zum an sich schon konkurrenzfähigen Trio der Bisherigen eine vielversprechende Neue gesellt: Mayya Volkmer wechselt vom deutschen Oberligisten Sportfreunde Friedrichshafen an den Schluefweg. «Ihr Team hat sich auf diese Saison hin aufgelöst, darum hat sie uns angefragt», verrät Liza Schempp über ihre neue Mitspielerin, die ursprünglich aus der Ukraine stammt und in der Nähe von Konstanz wohnt. Das sportliche Niveau der 40-Jährigen könne sie nach nur einem gemein­samen Training noch nicht abschliessend beurteilen.

«Aber sie ist mit Sicherheit eine Verstärkung», schätzt Schempp, «mit ihrem enorm schnellen Spiel und ihrem speziellen, für die Gegnerinnen unangenehmen Belag auf der Vorhandseite dürften gerade die ­jungen Spielerinnen aus den anderen NLA-Teams einige Mühe haben.»

Zum Start zweimal zu Hause

Dank der deutlich komfortableren Personalsituation und dank der potenziellen Verstärkung durch Mayya Volkmer dürfen sich die Klotenerinnen in ihrer zweiten NLA-Saison zweifelsohne weiter nach oben orientieren. «Wenn wir gut spielen, könnte für uns sogar der Einzug in den Playoff-Final drinliegen», meint Captain Liza Schempp. Der Weg zum Titel werde auch heuer über den Serienmeister Neuhausen führen. Vizemeister Rapid Luzern und Rio-Star Muttenz stuft die 22-Jährige neben Kloten als Aspiranten auf einen der vier Playoff-Plätze in der Sechserliga ein.

Zum Auftakt treffen die Flug­hafenstädterinnen heute Sams-tag um 14.30 Uhr auf Luzern, 24 Stunden später wird Aufsteiger Wädenswil im Zentrum Schluefweg zu Gast sein. «Schön, dass wir am Anfang zweimal zu Hause vor unseren Fans spielen können» sagt Schempp, «das Startprogramm ist sehr gut: Gegen Luzern in Bestbesetzung wäre ein Remis schon gut, und Wädenswil sollten wir besiegen.»

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