Kloten

Klotenerinnen halten Playoff-Platz

Klotens Frauen haben das NLA-Derby bei den Young Stars Zürich 6:2 gewonnen. Trotz der 3:6-Heimniederlage tags darauf gegen Muttenz rückte das Team dadurch den Playoffs näher.

Klotens Neuzuzug Mayya Volkmer nutzt mit der Vorhand die Gelegenheit zum Angriff.

Klotens Neuzuzug Mayya Volkmer nutzt mit der Vorhand die Gelegenheit zum Angriff. Bild: Rosi Hohl

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Vor dem Zürcher Derby in der Tischtennis-NLA der Frauen galt es für die Klotenerinnen, zumindest mit einem Remis den Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Gastgeberinnen und damit jenen 4. Tabellenplatz zu verteidigen, der ihnen am Ende der Qualifikation den Einzug in die Playoff-Halbfinals einbringen würde. Dass es ihnen zu weitaus mehr reichte, nämlich zu einem vor allem in der Höhe überraschenden 6:2-Erfolg, hatte zwei Gründe. Erstens, dass Kloten in Bestformation antrat, während die Stadtzürcherinnen ohne ihre neue englische Spitzenspielerin Evangeline Collier auskommen mussten. Und zweitens, dass Klotens Nummer 1, Alexandra Tchalakian, und Neuzuzug Mayya Volkmer in der wichtigen Partie ihr Potenzial voll abrufen konnten.

So setzte sich Tchalakian mit ihrem auf Vorhand wie Rückhand enorm druckvollen, kompromisslosen Angriffsspiel in ihren ersten beiden Einzeln jeweils 3:0 durch. Gegen die routinierte Sandra Busin bekundete sie im Spitzeneinzel mehr Mühe, gewann am Ende einer packenden Partie mit vielen hochklassigen Ballwechseln dennoch 11:7 im fünften und entscheidenden Satz. «Es war nicht einfach, gegen Spielertypen wie sie habe ich nicht so viel Erfahrung», kommentierte Tchalakian hernach, «aber am Ende haben wir gewonnen, das ist die Hauptsache.»

Aus Not wird Chance

Doch auch wenn die Lausannerin es nicht geschafft hätte, die Partie nach 1:2-Satzrückstand noch zu ihren Gunsten zu wenden – am Klotener Erfolg hätte es nichts mehr geändert. Denn Neuzuzug Mayya Volkmer, deren letztes Einzel am Nebentisch zeitgleich begonnen hatte, stand gegen Svea Ludwig vergleichsweise bald als 3:1-Siegerin fest. Mit ihren Erfolgen in den Einzeln sowie im Doppel an der Seite Tchalakians, mit der sie auf Anhieb prächtig harmonierte, bewies Mayya Volkmer, dass sie eine echte Verstärkung für Kloten ist.

Die 40-Jährige hatte im Juni von sich aus Kontakt mit den Flughafenstädterinnen aufgenommen, nachdem sich ihr bisheriges Team, die Sportfreunde Friedrichshafen, aus der Oberliga, der fünfthöchsten deutschen Spielklasse, abmelden musste. «In den letzten Stunden vor dem Ende der Meldefrist haben zwei Spielerinnen ihre Zusage, zu uns zu kommen, zurückgezogen», erzählt Volkmer, «innerhalb von Deutschland hätte ich danach nicht mehr den Klub wechseln dürfen.» Doch der Transfer in die Schweiz entsprach für sie, die in der Ukraine aufwuchs und dort einst zur erweiterten Spitze zählte, nicht nur einer Notwendigkeit. «Ich wollte etwas Neues erleben, ausserdem habe ich hier auch starke Gegnerinnen, aber deutlich weniger Matchtermine.» Nach den ersten drei NLA-Partien für Kloten sieht sie ihre Erwartungen vollauf bestätigt. «Neuhausen und Rapid Luzern sind stärker als der Rest und könnten in Deutschland auch in der 3. Bundesliga mitspielen», erklärt Volkmer, «das Niveau der anderen Teams ist aber mit dem in der Oberliga vergleichbar.» Und in Kloten, wo sie schon ein paar Trainings besucht hat, sei sie sehr herzlich empfangen worden.

Nahe an Muttenz dran

Für den zweiten Teil der NLA-Doppelrunde verzichtete Mayya Volkmer dennoch auf die Anreise aus dem deutschen Überlingen. Dies, um Platz zu machen für Beatrix Hódi. Klotens Nachwuchshoffnung konnte so im Heimspiel gegen Rio-Star Muttenz weitere Matchpraxis auf höchster Stufe sammeln. Ohne Volkmer ging die Partie nur mit 3:6 verloren. Neben Alexandra Tchalakian, die zwei Einzel gewann, punktete diesmal auch Klotens Captain. «Vielleicht ist es ja am Heimvorteil gelegen», sagte Liza Schempp, «aber heute habe ich mich viel wohler gefühlt und besser gespielt als gestern.»

Das am Ende klare Ergebnis täuschte darüber hinweg, wie offen die Partie in Wahrheit war. So stand es nach den beiden ersten Einzeldurchgängen 3:3 und gingen einige Sätze nur knapp an die Gäste. Auch darum konnte Schempp am zu Recht ein positives Fazit ziehen: «Jetzt sind wir auf Kurs Richtung Playoffs und können auch dort ­etwas erreichen.»

Erstellt: 12.12.2017, 22:38 Uhr

Männer NLA

Klare Niederlagen

Klotens Männer trafen zum ­Ende der Vorrunde und als Auftakt der Rückrunde in der NLA zweimal innert 24 Stunden auf denselben Gegner: Titelverteidiger Wil SG. Auswärts holte Elia Schmid im Einzel den Ehrenpunkt zum 1:6, tags darauf gewann der Neuzuzug beim 2:6 zwei Einzel. Captain Denis Bernhard kommentierte: «Da Wil immer mit mindestens zwei starken Ausländern antritt, ist nur schon ein Remis sehr schwierig zu erreichen.»

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