OL

Krönung im «Heimwald»

Der Rafzer Nachwuchsläufer Reto Egger siegt am Bülacher OL und sichert sich damit die Jahreswertung in seiner Altersklasse.

Reto Egger hat den nächsten Posten im Blick. Der Rafzer findet im Wald ob Bachenbülach problemlos den Weg zuoberst aufs Podest.

Reto Egger hat den nächsten Posten im Blick. Der Rafzer findet im Wald ob Bachenbülach problemlos den Weg zuoberst aufs Podest. Bild: Francisco Carrascosa

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«Es hätte vieles falsch laufen müssen», sagt der 18-jährige Reto Egger zu seinem Triumph bei den H18 der Jahreswertung der Kantone Zürich und Schaffhausen. Dazu kam es nicht. Er zeigte ein starkes Rennen und gewann mit deutlichem Vorsprung. Für den Gymnasiasten der Kantonsschule Bülach handelt es sich dabei längst nicht mehr um einen herausragenden Erfolg: Bereits zum fünften Mal gewann er die Wertung, zum zweiten Mal in der Kategorie der Ältesten. Besonders war für ihn dieses Rennen in Bülach aus anderen Gründen: Den Wald ob Bachenbülach bezeichnete er als «Heimwald», und sein Klub, die OLK Rafzerfeld-Bülach, organisierte den Lauf. Aussergewöhnliches ist Reto Egger in den vergangenen acht Monaten aber durchaus gelungen. Der Rafzer orientierte sich über Erwarten gut. «Diese Saison war weitaus erfolgreicher, als ich mir das erhofft hatte», sagt er. «Alle meine ursprünglich gesetzten Ziele habe ich erreicht.» Zu den wichtigsten zählt für ihn sein erster Schweizer-Meister-Titel. Diesen realisierte er Ende Juli im Aargauer Jura über die Langdistanz. Am Vortag hatte er im Sprint, seiner schwächsten Disziplin, bereits den guten 5. Platz belegt.

Nahe am grossen Coup

Auf den nationalen Triumph folgte die Teilnahme an den Junioren-Europameisterschaften in der Slowakei. Dort belegte er Platz 17 im Sprint. Über die Langdistanz kostete ihn «ein Blackout» eine vielversprechende Klassierung. Mehr als kompensiert gesehen habe dies Reto Egger mit einem Toprang in der Staffel. Das Trio mit Egger, Fabian Aebersold und Chamuel Zbinden befand sich auf gutem Weg. Im Spitzentrio hatte Egger nach einer imposanten Leistung an den Schlussläufer übergeben. Rang 1, 2 oder 3 stand zur Disposition. Doch dann folgte das Unglück: Schlussläufer Zbinden zog sich einen Riss der Aussenbänder zu und musste aufgeben. Zum nächsten Erfolgserlebnis kam Egger in der Herbstsaison, obwohl er sich «nicht mehr in absoluter Höchstform» fühlte: In Grindelwald gewann er sein erstes nationales Rennen. Dass er in der nationalen Jahrespunkteliste seiner Altersklasse Position 2 belegt, zeugt von der Konstanz und Qualität. Als letzter, nicht mehr ganz so bedeutender Eckpunkt des Sportjahres folgen die Team-Meisterschaften am kommenden Sonntag.

Eggers Hoffnung

Auch von höchster Instanz dürften Eggers Leistungen bald honoriert werden. Morgen Dienstag kommuniziert Swiss Orienteering die Selektionen für die kommende Saison. Reto Egger macht sich «grosse Hoffnungen», vom Regionalkader ins nationale Juniorenkader aufgenommen zu werden. Seine Jahresplanung würde in diesem Fall in Zukunft durch die Nationaltrainer weitgehend vorgegeben. Die Junioren-Weltmeisterschaften in Ungarn im nächsten Sommer stellen den attraktiven Höhepunkt in dieser Agenda dar. Ebenso lockt der Junioren-Europacup. Dieser wird im Wallis stattfinden. Und Egger, der nächsten Sommer die Kantonsschule mit der Matura abschliessen wird, denkt noch langfristiger: «2019, in meinem zweiten Juniorenjahr, müsste auch etwas drinliegen.» An Diplomränge (1–6) oder gar Medaillen denkt er – international, versteht sich. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 29.10.2017, 19:58 Uhr

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