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Le Colonel hat am Ende die Nase vorn

Mit Le Colonel vor Nightdance Paolo hat der Niederhasler Trainer Andreas Schärer in Dielsdorf im Hauptrennen des Tages einen Doppelerfolg gefeiert.

Seite an Seite kämpfen die beiden Stallgefährten Le Colonel unter Clément Lheureux (orange Kappe) und Nightdance Paolo mit Astrid Wullschleger um den Sieg im Silberblauen Band von Zürich. Beide stehen im Besitz des Dielsdorfer Rennbahnbetreibers Toni Kräuliger.
Seite an Seite kämpfen die beiden Stallgefährten Le Colonel unter Clément Lheureux (orange Kappe) und Nightdance Paolo mit Astrid Wullschleger um den Sieg im Silberblauen Band von Zürich. Beide stehen im Besitz des Dielsdorfer Rennbahnbetreibers Toni Kräuliger.
Werner Bucher

Spannender als gestern Sonntag in Dielsdorf können Pferde­rennen eigentlich nicht ver­laufen: Nach 3000 Metern im Hauptereignis des Tages, dem Flachrennen um das Silberblaue Band von Zürich, kämpften die Stallgefährten Le Colonel unter Clément Lheureux und Nightdance Paolo mit Astrid Wullschleger im Sattel um den Sieg.

Die Dielsdorfer Rennreiterin musste für die verletzte Karin Wullschleger kurzfristig einspringen und zeigte sich überrascht und erfreut über das En­gagement. Wullschleger: «Es kommt selten vor, dass du im letzten Augenblick ein so gutes Pferd reiten darfst. Das hat mich schon etwas nervös gemacht.»Erwartungsgemäss übernahm sie indes mit dem zehnjährigen Nightdance Paolo die Spitze des hochklassigen Sechserfeldes. Das Ohrenspiel des braunen Wallachs verriet ihr, dass er gewillt war, seinen Vorjahressieg zu verteidigen.

Doch beim Einlauf des Marathons der Vollblüter rückte Stallgefährte Le Colonel auf und setzte sich an die Seite von Nightdance Paolo. Unter dem starken Einsatz von Clément Lheureux hatte der fünfjährige Fuchswallach im Ziel eine Kopflänge Vorsprung auf Nightdance Paolo. Toni Kräuliger, Hausherr der Dielsdorfer Rennbahn, freute sich über den Doppelerfolg seiner beiden Pferde. Sein Gewinn betrug 9450 Franken.

Lemée wie Lheureux

Vor dem Sieg im Rennen um das Silberblaue Band hatte der in Dielsdorf wohnende Franzose Lheureux die Stute Ma Petite Folie im Gold-Cup zum 3. Rang pilotiert und den Schimmelwallach Tiger Mood zu Rang 6 im Flachrennen über 2300 Meter.

Wie Clément Lheureux auf der Flachbahn, so wurde Jockeykollege Julien Lemée aus Riedt seiner Favoritenrolle in den Hindernisrennen gerecht. Im Querfeldeinrennen über 4900 Meter ritt er Algorithme aus dem Stall der Stadlerin Claudia Schorno aus Stadel über die 28 Hindernisse im Innenraum der Rennbahn. Erwartungsgemäss übernahm Toni Kräuligers Butsala unter Ondrej Veelek die Spitze des auf ein Quartett reduzierten Feldes. Der grossrahmige sechsjährige Wallach zeigte allerdings Mühe in den Wendungen und fiel zwischendurch zurück. Dank einer Aufholjagd machte er Boden gut und versuchte Algorithme wieder einzuholen. Dies gelang ihm bis zum Einlauf, wo Lemée sich mit Algorithme aber wieder absetzen konnte. Knapp vor dem Ziel verwies er den stark aufkommenden Egisto auf den 2. Platz. Butsala wurde Dritter.

Blingless’ Mühe mit der Hitze

Vor dem Cross pilotierte Julien Lemée im Jagdrennen Blingless, dem allerdings die Hitze merklich zu schaffen machte. Trotzdem belegte das Duo hinter dem sechsjährigen Schimmel Billy Fly und dem Inländer Papageno den 3. Rang. Den überraschendsten Erfolg feierte indes Bahnchef René Stadelmann aus Oberglatt mit dem Sieg von Sambesi im Preis der Freunde des Rennvereins ­Zürich.

Der Wallach steht zwar im Besitz seiner Frau Monika und wird auch von ihr trainiert. Stadelmann hat das Geläuf der Dielsdorfer Rennbahn aber so gut vorbereitet, dass auch ihm ein Anteil am Sieg gebührt.

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