Triathlon

Letzte Champagnerdusche in Rapperswil

Der Walliseller Sven Riederer schafft es am Ironman 70.3 in Rapperswil aufs Podest. Als Dritter läuft er im zweitletzten Rennen seiner Karriere über die Ziellinie und verneigt sich zum Abschied.

Sieger Andi Böcherer (Mitte) wird von Sven Riederer (rechts) nach einem heissen Rennen mit Champagner kalt geduscht.

Sieger Andi Böcherer (Mitte) wird von Sven Riederer (rechts) nach einem heissen Rennen mit Champagner kalt geduscht. Bild: Getty Images

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hat Sven Riederer einzig die beiden prestigeträchtigen Schweizer Ironman-Rennen aufs Programm gesetzt, und das mit grossen Ambitionen. Schon zu Jahresbeginn formulierte der 37-Jährige klar: «Der Sieg ist das Ziel.» Dazu hat es ihm nun am ersten der beiden Events nicht gereicht. Über die halbe Ironman-Distanz in Rapperswil fehlten ihm nach 3:50:57 Stunden auf den ehemaligen 70.3-Europameister und hoch angesehenen Spezialisten Andreas Böcherer (D) 2:27 Minuten. Auf den zweitplatzierten Pablo Dapena (Sp) verlor er 1:28 Minuten. Nachdem es für Riederer lange vielversprechend ausgesehen hatte, fehlte ihm in den letzten 45 Minuten die Energie, um nochmals zulegen zu können. Die Aufholjagd auf Böcherer musste er abschreiben, ebenso das Mithalten mit Dapena. Dennoch zeigte er sich zufrieden: «Ich habe alles gegeben.»

Maximum herausgeholt

Die Vorentscheidung um den Tagessieg fiel laut Sven Riederer nicht auf der zweiten Streckenhälfte des Halbmarathons, sondern auf den ersten der beiden Radrunden von je 45 Kilometern: «Als Andi Böcherer von hinten aufschloss und beim ersten Anstieg angriff, haben wir geschlafen.» Der Rückstand wuchs in der Folge schnell an und summierte sich bis zum Wechsel auf zwei Minuten. Insgesamt wertet Sven Riederer seinen Auftritt als «sehr zufriedenstellend und solide». Wie vor zwei Jahren bei seinem Langdistanz-Debüt belegte er Platz 3. «Dieser Podestrang ist cool», sagte er, nachdem er champagnergeduscht vom Podest der Flower-Zeremonie heruntergestiegen war: «Ich habe das Maximum aus dem Tag herausgeholt. Das gibt mir ein gutes Gefühl.» Bewiesen hat Riederer mit seiner Leistung in Rapperswil auch, dass er den Triathlon mit seiner beruflichen Tätigkeit als Event-Organisator und Vermarkter gut unter einen Hut bringt. «Im Gegensatz zu früher trainiere ich nicht mehr zweimal am Tag, aber ich hänge alles zusammen und komme so auf eine lange Einheit», erklärte er.

Derniere in Zürich

Der Ironman 70.3 in der Rosenstadt war das zweitletzte Rennen in der Karriere von Routinier Riederer. Am Ironman Switzerland in Zürich soll Ende Juli die Derniere des Wallisellers folgen, der an den Olympischen Spielen 2004 in Athen mit dem Gewinn der Bronzemedaille seinen grössten Erfolg feierte. In Rapperswil verabschiedete sich Riederer ein erstes Mal vom heimischen Publikum: Im Zieleinlauf drehte er sich um und verneigte sich, ehe er die Linie überquerte. In Zürich will er nun ein letztes Mal Renngeschichte schreiben. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 03.06.2019, 18:47 Uhr

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