Zum Hauptinhalt springen

Melea Brunner erzielt Fortschritte und wird belohnt

Am kommenden Mittwoch beginnt in St. Gallen und Herisau die erste Unihockey-WM der U-19-Juniorinnen auf Schweizer Boden. Auch die 17-jährige Bassersdorfer Stürmerin Melea Brunner wird die Schweizer Farben vertreten.

«Richtig nervös werde ich nie», sagt die Bassersdorferin Melea Brunner. Auch die U-19-Unihockey-WM der Juniorinnen in der Schweiz vom 2. bis am 6. Mai, an der sie teilnimmt, bringt sie nicht aus der Fassung.
«Richtig nervös werde ich nie», sagt die Bassersdorferin Melea Brunner. Auch die U-19-Unihockey-WM der Juniorinnen in der Schweiz vom 2. bis am 6. Mai, an der sie teilnimmt, bringt sie nicht aus der Fassung.
Damian Keller

Als die Red Ants am Ende des letzten Jahrtausends noch zwölf Meistertitel in Folge feierten, gehörte Meleas Mutter Susan Brunner als torgefährliche Stürmerin und Nationalspielerin zu den Aushängeschildern des Winterthurer Klubs. Bezüglich WM-Erfahrung kann die heute 45-Jährige ihrer Tochter jedoch nicht viel mitgeben. «Sie erzählt oft davon, wie sie bei der Frauen-WM 1997 gleich im ersten Spiel gegen Deutschland schwer verletzt wurde und wieder abreisen musste», verrät Melea Brunner. Auf dem Bauernhof der Familie in Bassersdorf kommt es noch heute regelmässig zu familieninternen Duellen mit Stock und Ball, sind doch auch Meleas ältere Schwester (Red Ants U-21), der jüngere Bruder (HCR U-16) und die jüngere Schwester (noch im Bassersdorfer Dorfverein) vom Unihockeyvirus befallen. «Da wir alle ehrgeizig sind, verkrachen wir uns bei diesen Spielchen oft genug», gesteht Melea Brunner lachend.

Technische Skills in Offensive

Welche Rolle sie an der Heim-WM vom 2. bis am 6. Mai in St. Gallen einnehmen wird, weiss sie noch nicht genau. «Am Flügel des ersten bis vierten Blocks», lässt sie alles offen. Die Vorgabe von Nationaltrainer Aldo Casanova laute bisher einfach, sie solle ihre technischen Skills in der Offensive zeigen. Verrückt machen lässt sie sich davon nicht. «Ich bin vor einer neuen Aufgabe vielleicht vor dem ersten Bully kurz etwas aufgeregt, richtig nervös werde ich aber nie», betont sie. Im letzten Herbst wurde die 17-Jährige erstmals für das U-19-Nationalteam aufgeboten, kam bei drei Länderspielen aber noch wenig zum Einsatz. Im Februar dieses Jahres lief es am Polish Cup mehr nach dem Geschmack der angehenden Biologielaborantin – in vier Partien steuerte sie drei Tore und einen Assist zum Schweizer Turniersieg bei.

Aufstieg ins NLA-Kader

Stephan Mock, Trainer der U-21-Juniorinnen der Red Ants, lobt die feingliedrige Stürmerin. «Melea hat in der letzten Saison grosse Fortschritte erzielt, steigt besser in die Zweikämpfe und geht vermehrt auch dorthin, wo es wehtut», stellt er fest. Als drittbeste Skorerin der höchsten Juniorinnen-Kategorie leistete Brunner ihren Beitrag dazu, dass die Red Ants nach dem Aufstieg im Vorjahr souverän die Klasse hielten. Neben der Teilnahme an der U-19-WM winkt als Belohnung für die Leistungen der letzten Monate nun die fixe Aufnahme ins NLA-Kader für die nächste Saison. Bisher kam Melea Brunner im Fanionteam erst zu zwei Kurzeinsätzen – anders als einige ihrer U-19-Nati-Kolleginnen, die sich bereits in ihren Vereinen beweisen konnten.

Bei Meister Piranha Chur etwa gehörten drei Spielerinnen mit Brunners Jahrgang 2000 schon zur Stammformation. «Es mag sein, dass die Churerinnen noch etwas weiter sind als ich. Aber ich denke, auch die Red Ants sollten künftig mehr auf den eigenen Nachwuchs setzen», sagt die Stürmerin selbstbewusst. Vorerst freut sie sich aber auf die WM in St. Gallen, wo die Schweiz in den Gruppenspielen auf Finnland, die Slowakei und Polen trifft. «Mit einem Sieg über Finnland könnten wir im Halbfinal Weltmeister Schweden aus dem Weg gehen», weiss Brunner. Das vom Verband ausgerufene Ziel Finaleinzug erscheint ambitioniert, da die Schweizer Juniorinnen Schweden und Finnland schon seit geraumer Zeit nicht mehr zu bezwingen vermochten. Zeigen sich die jungen Schweizerinnen so effizient wie einst Melea Brunners Mutter – ihr genügte ein WM-Spiel für drei Skorerpunkte –, könnte es aber reichen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch