Bern

Nur der Schlusspunkt gelingt nicht

Dem Klotener Adrian Heidrich und Mirco Gerson ist im Final der Schweizer Meisterschaften in Bern der krönende Abschluss ihrer erfolgreichen Saison verwehrt geblieben.

Adrian Heidrich (rechts) und Mirco Gerson verlieren mit dem Final in Bern die letzte Partie ihrer ersten Spielzeit als Duo.

Adrian Heidrich (rechts) und Mirco Gerson verlieren mit dem Final in Bern die letzte Partie ihrer ersten Spielzeit als Duo. Bild: Keystone

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Für Nico Beeler / Marco Krattiger endeten die Schweizer Meisterschaften der Beachvolleyballer vor zwölf Monaten mit einer grossen Enttäuschung. Als Nummer 1 gesetzt, mussten sie sich im Endspiel völlig über­ra­schend den ZuZu-Beachern und Ex-Nationalspielern Sébastien Chevallier / Alexei Strasser beugen. In ihrem zweiten gemein­samen Final an Schweizer Meisterschaften war Beeler/Krattiger nun mehr Erfolg vergönnt.

Im Duell zweier Nationalteam-Duos bezwangen sie auf dem Berner Bundesplatz die topgesetzten Adrian Heidrich / Mirco Gerson in 21:15, 21:18, nachdem sich beide­ Teams zuvor in den Halb­finals erst in einem entscheidenden dritten Satz durchgesetzt hat­ten. Für Heidrich und den bereits dreifachen Schweizer Meister Gerson war es heuer bereits die dritte Finalniederlage gegen Beeler/Krattiger an einem nationalen Turnier.

Gemeinsam weiter

«Leider haben wir ausgerechnet im Final kein so gutes­ Spiel gezeigt», kommentierte Heidrich, «uns sind zu ­viele Eigenfehler passiert, und vielleicht hat die letzte Konsequenz gefehlt.» Im Duell zweier Teams­ mit gleichem Niveau hätten ihre Trainingspartner vom Natio­nalen Leistungszentrum in Bern die bessere Tagesform erwischt. «Schade, dabei haben wir so eine gute Saison gespielt, und dann spielen wir am Ende so», bedau­erte der 24-Jährige.

Er und Mirco Gerson mögen es verschmerzen, gelangen ihnen doch in der ersten gemeinsamen Spielzeit markante Fort­schritte: An den grossen Turnieren der World Tour überstanden sie stets die Qualifikation; am Heim­event von Luzern feierten sie gar ihren ersten Turniergewinn. Aus den Nie­de­rungen der Weltrangliste arbeiteten sie sich auf Position 20 vor. Damit sind sie nun vorderhand auch an den grossen Turnieren für das Hauptfeld gesetzt. «Wenn man bedenkt, wo wir am Anfang gestanden sind, können wir mit dieser Saison sehr, sehr zufrieden sein», befand Heidrich denn auch. Und betonte: «Jetzt haben wir eine sehr gute Ausgangslage für die Olympia-Qualifikation erreicht.»

Wenn nicht noch irgendetwas Unvorhersehbares geschehe, wolle er mit Gerson auf jeden Fall bis zu den Sommerspielen von Tokio 2020 zusammen spielen, kündigte er an. «Wir haben uns am Anfang der Saison gefunden und schon bald als Team gut harmoniert», fügte er an. Bevor sie die wichtige vorolympische Saison in Angriff nehmen, gönnen sich der Klotener und der Berner erst einmal ein paar Wochen Fe­rien­. Im Oktober möchten sie das gemeinsame Training mit Ball in Bern wieder aufnehmen. Als Start­punkt auf der World Tour haben sie das Turnier von Den Haag im Januar 2019 festgelegt.

Zufriedene Viertplatzierte

Bei den Frauen setzten sich in Abwesen­heit der nach ihrem Bandscheibenvorfall rekonvaleszenten Klotenerin Joana Heidrich mit Nina Betschart und Tanja Hü­berli zwei ehemalige ZuZu-Beacherinnen durch. Fabi­enne Geiger und Anja Licka, die am zweiten Tag in Bern einzigen noch im Feld verbliebenen Vertreterinnen der Beachvolleyball-Sektion des VBC Züri Unterland, verloren indes das Spiel um Platz 3 in zwei Sätzen 15:21, 17:21. «In den entscheidenden Momenten haben uns Kaltblütigkeit und ein wenig auch das nötige Glück gefehlt», befand Licka, «im ersten Moment sind wir jetzt natürlich enttäuscht. Aber spätestens morgen früh sind wir dann nur noch mega stolz auf den 4. Platz an diesem Turnier.» Dass sie überhaupt die Halbfinals erreichen würden, sei nicht zu erwarten gewesen.

Wie für die Schweizer Meisterschaften als deren Schlusspunkt, so gelte für die gesamte Saison: «Wir haben unsere Erwartungen übertroffen.» Nicht zuletzt deswegen stehe für sie jetzt schon fest: «Wir machen nächstes Jahr zusammen weiter, wir gehen in unsere vierte Staffel.» Die Erfolgs­serie mit drei Turniersiegen in Folge im August erklärte sie auch mit dem 6. Platz an der Studierenden-WM vom Juli in München. «Die Tage dort haben uns neue Energie gegeben.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 07.09.2018, 22:30 Uhr

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