Kloten

Olympische Spiele in Rio als Ziel

Die Klotenerin Joana Heidrich hat zusammen mit Nadine Zumkehr die Europameisterschaft in Klagenfurt im geteilten 9. Rang abgeschlossen. Die 23-jährige Unterländerin hat sich gar eine noch bessere Klassierung erhofft.

Die Klotenerin Joana Heidrich (rechts) streckte sich in der vergangenen Woche an der Europameisterschaft in Klagenfurt, links beim Smash die Österreicherin Nadine Strauss, zuweilen vergeblich.

Die Klotenerin Joana Heidrich (rechts) streckte sich in der vergangenen Woche an der Europameisterschaft in Klagenfurt, links beim Smash die Österreicherin Nadine Strauss, zuweilen vergeblich. Bild: Keystone

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Was lief an der Europameisterschaft in der vergangenen Woche in Klagenfurt gut und was schlecht?
Von unserer Seite war sicher gut, dass wir in jedem Spiel um jeden Punkt gekämpft haben. Demgegenüber haben sich bei uns immer wieder kleine Fehler eingeschlichen und die machten uns das Leben schwer. Da wir unser erstes Gruppenspiel gegen die Französinnen Alexandra Jupiter/Laura Longuet 18:21, 19:21 verloren haben, war unsere gute Ausgangslage schnell verspielt. So mussten wir die erste K.-o.-Runde bestreiten und trafen bereits in der zweiten K-o.-Runde auf das momentan beste europäische Beachvolleyballteam, die Deutschen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, gegen die wir in zwei Sätzen verloren haben und die dann auch sehr souverän den EM-Titel geholt haben.

Ihr seid mit einem tollen 9. Platz in Yokohama nach Österreich gereist. Weshalb konntet ihr an der EM nicht an die guten Leistungen in Japan anknüpfen?
Das haben wir noch nicht rausgefunden. Wir hatten in Klagenfurt von Anfang an Mühe, was uns enttäuscht hat. Aber jetzt heisst es, nach vorne zu schauen, denn das nächste Turnier steht schon vor der Tür. Dort wollen wir wieder besser spielen.

Was für einen Einfluss haben die EM-Resultate in Klagenfurt auf das Weltranking?
Eigentlich fast keinen. Es ist so, das die CEV-Turniere und die Europameisterschaft uns in der Weltrangliste nur helfen, wenn es uns verbessert. Wenn es das nicht tut, zählt das Turnier einfach nicht. Was in unserem Fall jetzt gar nicht so schlecht ist, da wir in Klagenfurt den für unsere Verhältnisse nicht eben berauschenden geteilten 9. Rang erreicht haben. Man merkte an der EM bei vielen Teams, dass der Fokus nicht voll auf die EM gerichtet war, da momentan die anderen Turniere sehr wichtig sind.

Wie sieht Ihr Olympia-Fahrplan aus, wann hoffen Sie, zusammen mit Ihrer Partnerin Nadine Zumkehr die Selektion für die 31. Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro zu schaffen? Wann ist Selektionsschluss für euch Beachvolleyballerinnen?
Ganz wichtig ist jetzt für uns, in jedem einzelnen Turnier gute Resultate zu erzielen. Wenn wir das schaffen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir das begehrte Olympiaticket holen werden. Die Qualifikation hat bei uns ja schon in dieser Saison begonnen und wird noch bis Juni 2016 gehen. Bis dorthin kann noch viel passieren. Für uns ist es sehr wichtig, weiter an unserem Spiel zu arbeiten und gute Resultate zu holen. Dann bin ich auch fest davon überzeugt, dass wir die Olympiaqualifikation schaffen – was ja auch das grösste Ziel von uns ist.

Wo und wann finden Ihre nächsten Turniere statt, wann kann man Sie das nächste Mal im Kanton Zürich sehen?
Wir spielen ab diesem Donnerstag, 6. August, am CEV-Master in Biel. Dann geht es eine Woche später nach Long Beach in Kalifornien und von dort direkt weiter nach Polen. Das sind die zwei letzten Grand-Slam-Turniere in diesem Jahr, in dieser Saison. Direkt anschliessend, vom 2. bis 4. September, findet die Schweizer Meisterschaft auf dem Bundesplatz in Bern statt. Bis ich das nächste Mal in Zürich antrete, muss man sich gedulden. Das wird erst nächste Saison an der Coopbeachtour im Hauptbahnhof der Fall sein. Übrigens: Nadine und ich freuen uns natürlich immer über tatkräftige Unterstützung.

Erstellt: 05.08.2015, 08:18 Uhr

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