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Rakete Ivanov zündet nicht

Victor Ivanov scheitert an den Laax Open im Halfpipe-Halbfinal. Trotzdem darf der Dielsdorfer Freestyle-Snowboarder zufrieden sein.

Der Sprung ins Finale gelingt Victor Ivanov auch bei seiner dritten Teilnahme in Laax nicht.
Der Sprung ins Finale gelingt Victor Ivanov auch bei seiner dritten Teilnahme in Laax nicht.
Philipp Ruggli

Nach drei Sprüngen hinein ins makellose Blau des Himmels über Laax sitzt er im Schatten der Pipe im Schnee. Einmal tief Durchatmen. Victor Ivanov wird im Final der zwölf Besten am Samstag ­definitiv nicht dabei sein. Seine routinierteren Teamkollegen Jan Scherrer (4.), Patrick Burgener (6.), Iouri Podladtchikov (10.) und David Hablützel (12.) sind es indessen schon. Dominiert wurde dieser Halbfinal bei Postkartenwetter von Titelverteidiger und Topfavorit Scotty James (AUS).

Als «Rakete» bezeichnete Olympiasieger und SRF-Experte Gian Simmen Victor Ivanov kurz vor dessen Auftritt auf dem Crap Sogn Gion. Doch der 20-jährige Dielsdorfer zündete in der grössten Halfpipe der Welt auch im zweiten Anlauf nicht. «Ich habe schon in der Luft gemerkt, dass es nicht hinhauen wird», sagt er. «So was fühlt man einfach.» Beim verhängnisvollen dritten Trick hatte vorneweg die Aus­lösung nicht gepasst. Und da ­Ivanov auch im ersten Run, der lange vielversprechend aussah, seinen «Frontside twelve-sixty» nicht stehen konnte, bleibt ihm der Zutritt zum pompösen Nacht-Finale des Laax Open vor Tausenden Zuschauenden auch bei seiner dritten Teilnahme ­verwehrt.

Schulter ausgekugelt

Victor Ivanov hatte in Laax nichts zu verlieren. Er war der Einzige des startenden Schweizer Quintetts, von dem die Finalqualifikation nicht erwartet wurde. Schon gar nicht nach dem Zwischenfall kurz vor Weihnachten in China, wo er sich am Weltcupevent in Secret Garden bei einem Trainingssturz die Schulter ausgekugelt hatte. Seither konnte er praktisch nicht mehr trainieren, was für den jungen Freestyler allein schon den Fakt, dass er in Laax antreten konnte, zu einer «tollen Sache» macht. Schulterschmerzen haben ihn zwar keine mehr ins Bündnerland begleitet, dafür blieb auch die Routine etwas auf der Strecke.

Es war für Victor Ivanov heuer zweifelsfrei ein kalter Sprung in die «Monsterpipe» von Laax. Folglich fällt sein Fazit trotz Halbfinal-Out ganz zufrieden aus: «Ich habe es probiert, nicht taktiert und meine Höchstschwierigkeiten in die Läufe gepackt.» Nun dreht der Davoser Sportmittelschüler erst einmal ab Richtung Schulstoff. Die nächsten Prüfungen in der Pipe warten dann im Februar an den Weltcups in ­Kanada und den USA auf ihn.

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