Fehraltorf

Sieben Eidgenossen steigen ins Sägemehl

Am Zürcher Kantonalschwingfest vom kommenden Sonntag ist Vorjahressieger Samuel Giger der Favorit. Roman Bickel führt das Quintett des Schwingklubs Zürcher Unterland an.

Roman Bickel (oben) bodigt Marcel Räbsamen am Zürcher Kantonalen 2018 . Heuer ist die Konkurrenz dort noch stärker.

Roman Bickel (oben) bodigt Marcel Räbsamen am Zürcher Kantonalen 2018 . Heuer ist die Konkurrenz dort noch stärker. Bild: Bruno Auf der Maur

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Rund 170 Schwinger werden übermorgen Sonntag zum Zürcher Kantonalschwingfest in Fehraltorf erwartet. Heuer ist das Teilnehmerfeld besonders stark. Der Grund: Die Schwinger wollen sich nämlich schon jetzt in eine gute Ausgangslage im Hinblick auf das Eidgenössische Schwingfest von Ende August in Zug bringen. Für eine Selektion sind an erster Stelle die Leistung und die Kranzgewinne der laufenden Saison ausschlaggebend (siehe Kasten). Entsprechend haben sich für das Zürcher Kantonale speziell aus den Gastkantonen Schwyz, Appenzell, Glarus, Schaffhausen, St. Gallen und Thurgau starke Schwinger angemeldet. Vorjahressieger Samuel Giger führt das starke Teilnehmerfeld mit sieben eidgenössischen Kranzschwingern an. Der 21-jährige Ausnahmekönner gewann am vergangenen Sonntag das Thurgauer Kantonale überlegen und hat damit seinen ersten Kranzfestsieg des laufenden Jahres schon im Trockenen. Neben Giger stellen die Thurgauer mit Stefan Burkhalter, Beni Notz, Domenic Schneider und Tobias Krähenbühl vier weitere Spitzenschwinger. Zum erweiterten Favoritenkreis zählen der Glarner Roger Rychen sowie der Schwingerkönig von 2001, Arnold Forrer. Der St. Galler gibt nach einer Verletzungspause sein Comeback.

Bickel mit Chancen

Aus Zürcher Sicht gelten Samir Leuppi, Roman Schnurrenberger und Shane Dändliker als die wichtigsten Anwärter auf eine Spitzenplatzierung. Leuppi, Sieger des Zürcher Kantonalen 2017, gewann in diesem Jahr bereits den Gibel- und den Eschenbergschwinget. Durch die starke Konkurrenz gestaltet sich die Ausgangslage für die Unterländer Schwinger besonders schwierig. Für einen Kranz könnte es aber reichen, sofern sie ihr Potenzial optimal abrufen können.

Auf dem Papier ist Roman Bickel der stärkste Unterländer. Der vierfache Kranzschwinger hat sich allerdings zum Saisonstart am Knie verletzt. «Zum Glück ist es nichts Gravierendes. Am Thurgauer Kantonalen hatte ich kaum noch Beschwerden, aber mir fehlt noch das Selbstvertrauen», sagt Bickel. Tatsächlich zeigte der Hochfelder mit je drei Siegen und Unentschieden einen guten Wettkampf. Zum Kranzgewinn fehlte lediglich ein halber Punkt. Am Zürcher Kantonalschwingfest ist für Bickel der Kranz das erklärte Ziel. Ein Kranzgewinn wäre auch für die Qualifikation für das Eidgenössische Schwingfest wichtig. «Klar hat man das Eidgenössische im Hinterkopf, aber ich konzentriere mich jetzt von Wettkampf zu Wettkampf.»

Auf die richtigen Gegner hoffen

Die Zuteilung der Gegner dürfte sowohl für Roman Bickels als auch für Cédric Gallis Erfolgsaussichten eine wichtige Rolle spielen. Der 18-jährige Schleiniker wächst oft im Duell mit offensiv eingestellten Schwingern über sich hinaus und könnte durchaus für eine Überraschung sorgen.

Als weitere Teilnehmer des Schwingklubs Zürcher Unterland treten der Schöfflisdorfer Raphael Kiener, der durch gute Trainingsleistung aufgefallen ist, Marc Sieber aus Rüdlingen sowie Felix Frei an. Der Klotener erlebt in Fehraltorf seine Premiere als Aktivschwinger an einem Zürcher Kantonalen. Für den SK Glatt- und Limmattal schliesslich startet der 17-jährige Stefan Zemp aus Hüttikon. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 09.05.2019, 21:40 Uhr

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Der steile Weg nach Zug

Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (Esaf) von Ende August in Zug sind 274 Schwinger, davon 65 Teilnehmer aus dem Gebiet des Nordostschweizer Schwingerverbands (NOS), startberechtigt. Die Selektion nehmen die Technischen Leiter aus den Kantonen des NOS-Verbandes auf Basis der gezeigten Leistungen der laufenden Saison vor. Die Hauptkriterien sind die erreichten Kranzauszeichnungen. In der Regel sind zwei Kränze an Kantonalanlässen oder ein Kranzgewinn am NOS-Schwingfest für die Selektion fürs Eidgenössische nötig. Die Zürcher Schwinger können heuer mit etwa 7 bis 10 Startplätzen rechnenn. (adm)

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