Zum Hauptinhalt springen

Auftakt zur Heim-EM-Saison gelingt

Etliche Schweizer Eliteläuferinnen und -läufer sind in Pfäffikon ZH in eine besondere Saison gestartet. Auch die besten Unterländer waren im Zürcher Oberland mit von der Partie.

Der Bülacher Andreas Rüedlinger erreicht in Pfäffikon den 6. Rang und rechnet sich gute Chancen auf einen Platz im Schweizer EM-Team aus.
Der Bülacher Andreas Rüedlinger erreicht in Pfäffikon den 6. Rang und rechnet sich gute Chancen auf einen Platz im Schweizer EM-Team aus.
David Kündig

Der Bezirkshauptort Pfäffikon mit seinen Strassen, Gassen, Winkeln, Durchgängen und mit seiner Seepromenade bildete heuer das Laufgebiet des 41. Effretiker OL. Und der Traditionsanlass zog. Ganze 900 Starterinnen und Starter waren vor Ort, darunter einige nationale Spitzencracks. Dies spiegelt sich in der Rangliste der Elite-Kategorie wider. So feierten Daniel Hubmann, seines Zeichens langjährige Welt­nummer 1, und sein ebenfalls schon mit WM-Medaillen ausgezeichneter jüngerer Bruder Martin Hubmann einen Doppelsieg bei den Männern. Im Feld der Frauen setzte sich die Weltcup-Gesamtzweite der vergangenen Saison, Natalia Gemperle (RUS/Hallwil) durch.

Doch auch die ambitioniertesten Spezialisten aus dem Unterland riefen sich in Erinnerung: Thomas Curiger aus Buchs als Viertplatzierter und der Bülacher Routinier Andreas Rüedlinger mit seinem 6. Platz. Das Duo wertete den Einsatz als Standortbestimmung. Und diese glückte beiden durchaus vielversprechend. Beider Blick richtet sich in die nähere Zukunft. Die Saison 2018 ist für die Schweizer Spitzenorientierungsläufer besonders reizvoll – die Heim-Europameisterschaften vom 7. bis 13. Mai an verschiedenen Orten im Tessin wirken überaus motivierend.

Schöne Erinnerungen

Andreas Rüedlinger rechnet sich «gute Chancen» aus, sich im internen Vergleich zu behaupten und den Sprung ins Schweizer EM-Kader zu realisieren. Nicht zuletzt baut der bald 33-Jährige auf eine Extramotivation: 2005 kamen die Junioren-Europameisterschaften im Tessin zur Austragung. Rüedlinger lancierte damals mit dem Gewinn der Silbermedaille im Langdistanz-Rennen seine Karriere. «Das Fordernde der Tessiner Wälder liegt mir», betont er.

Den Erfahrungsschatz des Bülachers, der vor fünf Wochen erstmals Vater wurde, weist der elfeinhalb Jahre jüngere Curiger nicht auf. Doch der U-20-WM-Zweite vom Sommer 2016 im Engadin verfügt über enormes Potenzial. Dennoch befürchtet er, dass «diese EM für mich fast zu früh kommt». Rein altersmässig dürfte der Buchser sein Leistungspotenzial noch nicht ausgeschöpft haben. Zudem hat er sich gegenüber der breiten und starken teaminternen Konkurrenz zu behaupten. Dennoch kündigt Curiger an: «Ich versuche alles, um das Idealziel zu erreichen.» Einfacher zu realisieren sein wird für ihn die Teilnahme an der Studenten-WM im Juli. Sein aktuelles Befinden bezeichnet Curiger als gut. Weil ihn im Gegensatz zum Vorjahr keine Wadenprobleme behindert haben, konnte er planmässig an seiner Basis arbeiten. Und das gute Gefühl aus dem Training sah Curiger mit dem 4. Platz im Wettkampf von Pfäffikon bestätigt: «Ich bin äusserst zufrieden», kommentierte er.

Inderst läuft mit Heimvorteil

Ein dritter Unterländer scheint der EM noch näher als Rüedlinger und Curiger: Sebastian Inderst. Der 26-Jährige studiert in Zürich, startet seit vier Jahren für den LC Regensdorf – und im OL für Italien. An der EM 2016 lief er, ebenso wie an den vergangenen beiden Weltmeisterschaften. Mit Blick auf die EM im Tessin sagt er: «Sie wird für mich ganz speziell.» Der Grund: Seine Eltern wohnen in Caslano am Luganersee. Wenn er im März sein Robotikstudium abgeschlossen hat, zieht es ihn sofort dorthin – einer konzentrierten Vorbereitung im Tessiner Gelände wegen. Wo er im Vergleich zu Curiger und Rüedlinger steht, bekam Inderst in Pfäffikon aufgezeigt: Platz 13 belegte er. 1:45 respektive 1:23 Minuten verlor er auf seine beiden (Trainings-)Kollegen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch