Dielsdorf

Steinmaurer nutzen Heimvorteil

An den ersten Schweizer Meisterschaften im Rad-Querfeldeinfahren, die über die Pferderennbahn Dielsdorf führten, haben die Einheimischen Akzente gesetzt.

Lokalmatador Fabian Lienhard arbeitet sich im Verlauf des Elite-Rennens auf der Dielsdorfer Pferderennbann beständig nach vorne und landet am Ende auf dem 4. Platz.

Lokalmatador Fabian Lienhard arbeitet sich im Verlauf des Elite-Rennens auf der Dielsdorfer Pferderennbann beständig nach vorne und landet am Ende auf dem 4. Platz.

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In beiden am Sonntagnachmittag ausgetragenen Hauptrennen der Männer- und Frauen-Elite kam es bei winterlichen Bedingungen zu einer Rückkehr auf die höchste Stufe des Podests. Bei den Frauen holte sich die Luzernerin Jasmin Egger-Achermann zum bereits siebten Mal den Titel. Egger-Achermann gewann vor der Jurassierin Lise-Marie Henzelin und Nicole Koller. Die wegen einer Verletzung nicht angetretene Titelverteidigerin Sina Frei hatte von 2014 bis 2016 dreimal gewonnen. Von 2008 bis 2013 hatte die Titelhalterin Egger-Achermann geheissen. Die Luzernerin hatte indes in den vergangenen drei Jahren eine Babypause eingelegt und so Frei den Weg zum Titel freigegeben. Umso stärker meldete sich Egger-Achermann heuer zurück.

Deutlich weniger lange als Egger-Achermann musste Julien Taramarcaz auf einen erneuten Titelgewinn warten. Der Walliser aus Fully, der für eine belgische Sportgruppe fährt und deshalb meist auf ausländischen Quer-Pisten unterwegs ist, hatte vor zwei Jahren seinen damals dritten Elite-Meistertitel errungen. Gestern vermochte er sich im Endspurt knapp gegen den Titelverteidiger Lars Forster aus Jona sowie Nicola Rohrbach (Edlibach ZG) durchzusetzen. Dieses Trio hatte sich bei Rennhälfte auf dem an der Oberfläche matschig werdenden Rundkurs von der Gegnerschaft abgesetzt. Trotz etlicher Angriffe konnte sich in der Folge keiner der drei von den Konkurrenten lösen. So wurde der Titel im Spurt ausgemacht.

Doppelsieg im U-23-Rennen

«Leider hatte ich in der Schlussrunde einen Ausrutscher. Ich konnte das Loch zwar schliessen, aber im Endspurt hat mir die Kraft gefehlt», sagte der entthronte Titelverteidiger Lars Forster. Taramarcaz verriet sein Erfolgsrezept: «Auf diesem heiklen und technisch anspruchsvollen Parcours war es vor allem in der Endphase wichtig, immer vorne zu fahren.» Gleich hinter den Medaillengewinnern fuhr der Steinmaurer Fabian Lienhard als Vierter ins Ziel.

Und dies, obwohl Lienhard in Dielsdorf in dieser Saison erst sein drittes Querfeldeinrennen bestritt: «Ich habe die Schweizer Meisterschaft als willkommenes Training angeschaut. Aber je länger das Rennen gedauert hat, umso besser bin ich in Fahrt gekommen.» Und dies auf einer Strecke, die nicht nach Lienhards Gusto ist. «Für mich hat der Rundkurs zu viele Kurven und Ecken, das behagt mir im Normalfall nicht», verriet der Lokalmatador, «diesmal war es jedoch wichtig, immer im Sattel zu bleiben und Druck auf die Pedalen zu geben. Das ist mir gut gelungen.» So schob sich Lienhard immer weiter nach vorne. Am Schluss fuhr er als gefeierter Vierter ins Ziel und liess dabei die zu den Favoriten gezählten Lucas Flückiger, Marcel Wildhaber und Simon Zahner klar hinter sich.

Mit seinem 4. Rang rundete Lienhard eine starke Vorstellung der Fahrerinnen und Fahrer des VC Steinmaur ab. In der Kategorie U23 landeten Johan Jacobs und Titelverteidiger TimonRüegg einen Doppelsieg. Im Sprint sicherte sich Jacobs knapp den dritten Titel des VC Steinmaur in dieser Altersklasse in Serie: 2015 hatte Lienhard triumphiert. Der Steinmaurer Nachwuchs brillierte zudem mit zwei Silbermedaillen: Mauro Schmid bei den Junioren/U19 und Noemi Rüegg bei den Anfängerinnen/U17 fuhren jeweils als Zweitschnellste über die Ziellinie.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 08.01.2017, 23:42 Uhr

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