Steinmaur

Steinmaurer setzen Ausrufezeichen

An den Schweizer Meisterschaften im Strassenrennen haben sich die Fahrerinnen und Fahrer des VC Steinmaur in Oberwangen TG in Topform präsentiert. Noemi Rüegg verteidigte ihren Titel.

Fabian Lienhard (rechts) fährt in der Gruppe der Verfolger der beiden Erstplatzierten mit und beendet das Elite-Rennen auf Rang 9.

Fabian Lienhard (rechts) fährt in der Gruppe der Verfolger der beiden Erstplatzierten mit und beendet das Elite-Rennen auf Rang 9. Bild: August Widmer

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Die 18-jährige Noemi Rüegg hatte am vergangenen Mittwoch bereits die Zeitfahr-Meisterschaft des weiblichen Nachwuchses für sich entschieden. Drei Tage später doppelte sie im Strassenrennen der Juniorinnen nach und verteidigte ihren vor Jahresfrist in Schneisingen gewonnenen Meistertitel erfolgreich. Rüegg erreichte das Ziel als Solosiegerin mit einem Vorsprung von 18 Sekunden auf die Bündnerin Elisa Alvarez. Alvarez war die Schnellste der 15- und 16-jährigen Fahrerinnen. Noelle Buri, der zweiten Juniorin im Feld, nahm Rüegg mehr als drei Minuten ab.

Die Oberweningerin im Dress des VC Steinmaur konnte sich allerdings in Oberwangen gleich zweimal feiern lassen. Die am Mittwoch vergessen gegangene Goldmedaille des Einzelzeitfahrens wurde ihr nachträglich gemeinam mit dem Meistertrikot und der Goldmedaille für das Strassenrennen übergeben.

Lienhard in den Top 10

Bei ähnlich heissen Temperaturen, wie sie der Frauen-Nachwuchs am Vortag vorgefunden hatte, wurde am Sonntagnachmittag das Rennen der Elite-Fahrer ausgetragen. Darin gehörte Querfeldein-Schweizer-Meister Timon Rüegg, der Bruder der Juniorinnen-Meisterin, zu den ersten Animatoren. Zusammen mit dem Westschweizer Anthony Rappo und Silvan Dillier, der nach einem Schlüsselbeinbruch sein Comeback gab, riss Rüegg bereits nach 30 der insgesamt 163 Kilometer aus dem Feld aus. Allerdings blieb er nicht lange vorne. Vielmehr musste er zuerst Dillier, der mächtig aufs Tempo drückte, ziehen lassen und fiel in der Folge weiter ab. Später gehörte er wie sein Steinmaurer Clubkollege Mauro Schmid, der Drittplatzierte im Zeitfahren und Meister im Strassenrennen der unter 23-Jährigen, zum grossen Harst jener Fahrer, die das Rennen vorzeitig aufgaben.

Silvan Dillier hingegen setzte seine Vorausfahrt auch dann noch fort, als er alleine an der Spitze war. Erst in der Schlussphase wurde der Schneisinger Profi zuerst von den beiden Wallisern Sebastien Reichenbach und Simon Pellaud, danach auch noch von einer 13 Fahrer starken Verfolgergruppe eingeholt. Ihr gehörte auch Fabian Lienhard an. Für den Kampf um die Bronzemedaille rechnete sich der Steinmaurer Chancen aus. «Mit Reichenbach und Pellaud waren die besten Bergfahrer vorne. An sie sind wir nicht mehr herangekommen», schilderte er. «Im Kampf um Platz 3 ist es dann allerdings nicht so gelaufen, wie ich es mir erhofft hatte. Im letzten Anstieg musste ich etliche meiner Gegner ziehen lassen.» So erreichte Lienhard das Ziel als Neunter. «Das war nicht ganz das, was ich mir von der Meisterschaft erhofft hatte», verriet er, «die letzte Steigung war für mich einfach einen Moment zu lang, und ich musste abreissen lassen. Es scheint so, als hätte ich nicht ganz die besten Beine gehabt, was für einen Spitzenplatz aber nötig gewesen wäre.»

Jetzt ein EM-Kandidat

Fabian Lienhard blieb die Genugtuung, ein anspruchsvolles Meisterschaftsrennen in den Top 10 der Spitzenkategorie beendet zu haben. Lange Gedanken über verpasste Chancen konnte er sich nicht machen. Die besten Profis sassen nämlich nach dem Rennen mit den Verantwortlichen des Nationalteams zusammen, um über die Einsätze an der Europa- und der Weltmeisterschaft zu sprechen. Lienhards Chancen auf eine Teilnahme an der EM vom 7. bis 11. August im niederländischen Alkmaar scheinen intakt.

Die dortige Strecke dürfte deutlich weniger gebirgig und deshalb eher auf seine Qualitäten zugeschnitten sein als der Rundkurs der diesjährigen Schweizer Meisterschaft.

Erstellt: 01.07.2019, 23:59 Uhr

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