Regensdorf

Taiwan-Gedanken im Wisacher

Klasse wie Masse prägten das Abendmeeting des LC Regensdorf. In diesem Jahr stand es unter einem besonderen Aspekt.

Hier lief es Jonas Raess vom LC Regensdorf noch rund. Er führte vor dem Berner Luca Noti. Danach aber musste sich der Unterländer überholen lassen und erreichte das Ziel in 3:47,09 Minuten, während Noti die 1500 m in persönlicher Bestzeit von 3:44,22 lief.

Hier lief es Jonas Raess vom LC Regensdorf noch rund. Er führte vor dem Berner Luca Noti. Danach aber musste sich der Unterländer überholen lassen und erreichte das Ziel in 3:47,09 Minuten, während Noti die 1500 m in persönlicher Bestzeit von 3:44,22 lief. Bild: Urs Brunner

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Gestern Vormittag flogen 18 Schweizer Leichtathleten an die Universiade in Taipeh (CHN). Von diesen nutzten etliche eine letzte Startgelegenheit wenige Stunden zuvor am Abendmeeting im Regensdorfer Wisacher. Dazu zählte das Aushängeschild des organisierenden Vereins, Jonas Raess. Aber der 23-Jährige verpasste über 1500 m das Vorzeigeergebnis, obwohl das Rennen mit dem französischen Tempomacher Softane Selmouni nahezu perfekt aufgegleist gewesen war. Raess vermochte den Rhythmus ab Streckenhälfte nicht mitzuhalten. Die schliesslich erreichten 3:47,09 Minuten liegen beinahe vier Sekunden über der eigenen Bestmarke von Anfang Sommer. Dieser zeitlichen Realität und der Klassierung hinter dem Berner Luca Noti (3:44,22) stellte sich Raess. Er sagte gefasst: «Ich kehrte vor vier Tagen vom dreiwöchigen Höhentraining in St. Moritz zurück und musste mit einem Dämpfer rechnen.» Es ist üblich, dass sich nach Höhentrainings vorübergehend eine Formbaisse einstellt. Die Frage ist jeweils nur, wann genau. Und da Raess über Erfahrung mit diesen Folgeerscheinungen verfügt, lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen: «Ich bin nicht besorgt, sondern vielmehr überzeugt, dass sich die Topform in Taiwan zeigt.»

Unkonventionelles

Auch andere Universiade-Teilnehmer traten in Regensdorf an. Sprinter Silvan Wicki, der 200-m-Schweizer-Meister, tat dies mehr oder weniger konventionell mit zwei Starts über 100 m. 10,48 und 10,54 (bei Gegenwind) waren aufbauende Ergebnisse. Dany Brand, der U23-EM-Zweite von Mitte Juli über 400 m Hürden, testete auf seiner Distanz, aber nur bis zur neunten von zehn Hürden. «Es ging Coach Flavio Zberg und mir nicht um Zeiten oder Referenzen», sagte er, sondern «ums Gefühl und Sicherheit». 400-m-Meisterin Vanessa Zimmermann sah in ihrem 350-m-Lauf ihre gute Form bestätigt. Obwohl sie bei 200 m schneller denn je passierte (24,9), sagte sie nach ihrem Einsatz: «Ich hätte auch noch durchziehen können.»

Durchgezogen hat in einer aussagekräftigen Zeit 400-m-Hürden-Meisterin Robine Schürmann. Mit 58,46 Sekunden blieb die Oberländerin eine knappe halbe Sekunde über ihrer SM-Gold-Leistung. Mit jenen 58,02 erfüllte sie die Universiade-Limite zu spät. Ihr bleibt eine Alternative: «Ich kann nächsten Donnerstag bei Weltklasse Zürich antreten – ein tolles Trostpflaster.»

Bosshart-Bestzeit

Von den zahlreichen LCR-Athleten die Heimanlage erfolgreich zu nutzen vermochte vor allem Alexandra Bosshart. Die SM-Dritte über 800 m lief über 1500 m hinter Kerstin Rubin und Lisa Kurmann auf Platz 3 – in neuer persönlicher Bestzeit von 4:25,32 Minuten. Damit war sie eine von vielen, die sich steigerten. In den verschiedenen Serien über die lange Mittelstreckendistanz wurden nicht weniger als 73 Leistungen erzielt, welche Aufnahme in der diesjährigen Saisonbestenliste fanden – ein Grossteil gar als persönliche Bestmarken. Ein starkes Resultat glückte zudem Sprinter Jonas Werner aus Steinmaur mit 10,73 Sekunden über 100 m.

Erstellt: 17.08.2017, 19:46 Uhr

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