Bülach

Tierärztin feiert Erfolg im Sattel

Die Embracherin Cornelia Doffey hat an der Wiederauflage der Bülacher Dressurtage auf dem neu erbauten Sandplatz für den einzigen Kategoriensieg einer Unterländerin gesorgt.

Cornelia Doffey und D’Extra KWG CH trotzen während ihres Siegesritts in Bülach den widrigen Wetterverhältnissen.

Cornelia Doffey und D’Extra KWG CH trotzen während ihres Siegesritts in Bülach den widrigen Wetterverhältnissen. Bild: Barbara Bucher

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Nach einem Reitunfall mit Beckenbruch im Jahr 2013 ist für Cornelia Doffey das Vertrauen in ihre Pferde das Wichtigste. Sie wagt es noch immer, junge Vierbeiner aufzubauen – und tut das mit Erfolg. So gewann sie an den Bülacher Dressurtagen mit der erst siebenjährigen D’Extra KWG CH die Prüfung im Programm L 16/60 und erreichte in der Kategorie L-15/40 den 2. Platz. Die 52-jährige Tierärztin wohnt seit 29 Jahren in Embrach und besitzt vier Pferde, davon sind zwei im Sport eingesetzt.

Zwei Jahre musste Cornelia Doffey nach ihrem Reitunfall pausieren. Richtig wohl im Sattel fühlt sie sich erst seit 2018 wieder. Bei ihrer siegreichen Darbietung gelang ihr vor allem der Galoppwechsel gut. Sie selbst freute sich besonders über die Note 8 (von 10), die sie für den Sitz und die Einwirkung erhielt. Aus Sicht der Hauptrichterin Dominique Schweizer Hess aus Winkel hat sich Doffey den Sieg verdient. «Das Pferd wurde fein vorgestellt», befand sie, «es war ein sehr schönes, harmonisches und konstantes Programm.» Auch die H-Richterin Astrid Müller gab dem Paar die beste Punktzahl. Die ehemalige Niederhaslerin lobte das Niveau der 31 Darbietungen im Programm L 16/60: «Es ist sehr gut geritten worden. An der Spitze wie im Mittelfeld sind alle eng beieinander.»

Überraschung im Final

Zu einer Platzierung im Mittelfeld der Rangliste reichte es in der L16/60-Prüfung auch Katja Bächtold vom Gastgeberclub, dem KV Bülach und Umgebung. Die Höremerin gab ihr Comeback nach der Babypause und kommentierte hernach: «Cadillac B CH ist ein gemütliches und liebes Pferd, aber leider fehlt es ihm am Wow-Effekt.» Den Höhepunkt der ersten Dressurtage auf dem neu erbauten Sandplatz am Neukirchhof, der Heimat des KV Bülach und Umgebung, bildete der Final der Mannschaftsdressur des Verbands Ostschweizer Kavallerie- und Reitvereine (OKV) mit 16 Teams. Nach den vorangegangenen drei Qualifikationskonkurrenzen galten der Reitverein (RV) Seebezirk sowie der RV Stammheimertal als Topfavoriten. Der Sieg des RV Gossau und Wetzikon kam deshalb für viele überraschend, war aber durchaus gerechtfertigt.

Chefrichterin Cordula Niklaus erklärte: «In dieser Prüfung mit drei Reitern wird anders gerichtet. Die zwei Seitenrichter benoten die Mannschaftsleistung, während die Richter der Bereiche H, C und M sich je auf einen Reiter konzentrieren.» Viviane Schweizer aus Buchs kam in Bülach zum ersten Mal als Seitenrichterin zum Einsatz. Der siegreiche RV Gossau und Wetzikon erhielt von ihr für das Gesamtbild die beste Note. «Sarah Krenger, Christine Lang und Nicole Luchsinger sind exakt geritten. Die Bewegungsabläufe ihrer Pferde hat sehr gut zusammengepasst», erklärte die Furttalerin.

Erfolgreicher Neubeginn

Der Eglisauerin Melanie Hebeisen und Debora Fischer Geissmann aus Niederweningen, die gemeinsam mit Anna Zemanska (Guntmadingen) für den KV Bülach und Umgebung antraten, reichte es nicht für die angestrebte Klassierung. Fischer, die innerhalb des OK für das Richteraufgebot verantwortlich war, fand es trotzdem «super lässig».

Auch die Bülacher OK-Präsidentin Lillian Krüsi aus Rüti-Winkel resümierte begeistert: «Dank des engagierten OK, tatkräftiger Helfer und grosszügiger Sponsoren ist uns der Wiedereinstieg in den Dressursport nach über zehn Jahren Pause auf unserer schönen Vereinsanlage vollauf gelungen. Die vielen positiven Rückmeldungen motivieren uns für die nächsten Dressurtage 2020.»

Erstellt: 13.08.2019, 21:20 Uhr

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