Wallisellen

Walliseller Andrea Salvisberg knapp geschlagen

Am 9. Walliseller Triathlon überzeugte die Urner Olympiatriathletin Jolanda Annen mit einem Start-Ziel-Erfolg. Bei den Männern landete Valentin Wernz den ersten Ausländersieg.

Um lediglich 2,7 Sekunden verpasste Andrea Salvisberg gestern Sonntag  in Wallisellen den Sieg und wurde Zweiter.

Um lediglich 2,7 Sekunden verpasste Andrea Salvisberg gestern Sonntag in Wallisellen den Sieg und wurde Zweiter. Bild: Christian Merz

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Ihr Leistungsausweis verlieh Jolanda Annen vor dem Walliseller Triathlon nicht jene Zuversicht, die sie hätte sagen lassen: «Der Sieg führt wieder über mich.» Unsicher hatte sich die 25-jährige letztjährige Aufsteigerin gefühlt. «Ich bin erst am Mittwoch vom zweiwöchigen Trainingslager auf Mallorca zurückgekehrt», begründete sie. Ideal trainiert hat sie auf der spanischen Mittelmeerinsel. Dass sie sich nur rund 70 Stunden später in einer ansprechenden Wettkampfverfassung würde präsentieren können, erwartete sie aber nicht.

Doch an der Urnerin gab es kein Vorbeikommen. Annen schwamm die 600 Hallenbadmeter am schnellsten, fuhr auf dem Rad unangefochten die beste Abschnittszeit und lief am schnellsten. «Es lief mir viel leichter und viel besser als vermutet», sagte sie am Ziel lachend. Mit dem Positiverlebnis verbindet sie die Hoffnung, dass «ich an die letztjährige Erfolgssaison anschliessen kann». Als «Topmotivation dazu» will sie den Walliseller Triathlon nutzen. Bereits am übernächsten Wochenende erfolgt der Start in die WM-Serie auf den Bermudas.

Salvisberg muss passen

Umkämpfter und daher spannender verlief das Männerrennen. Erst beim letzten Aufstieg fiel die Entscheidung. Zu profilieren vermochte sich einer, den die wenigsten auf ihrer Rechnung führten: der 23-jährige Deutsche Valentin Wernz. Doch für ihn handelte es sich um das bereits dritte Erfolgserlebnis in Folge nach dem Sieg am Silvesterlauf in seiner Heimatstadt Tuttlingen und dem überraschenden 8. Rang im Weltcuptriathlon von Kapstadt.

«Auf der ersten Laufrunde prägte ich mir ein, wo sich attackieren lässt», berichtete Wernz. Auf der zweiten und entscheidenden Runde tat er dies derart resolut, dass die Widersacher ihn «nur vorbeischiessen» sahen. Zu jenen zählte insbesondere auch Andrea Salvisberg, der als Zweiter im Ziel einen Rückstand von lediglich 2,7 Sekunden auf Sieger Wernz aufwies. Doch der Olympia- und WM-Serie-Starter sah sich in der Schlussrunde ausserstande, «diesem Megakick etwas entgegenzuhalten» – auch weil er seinen Formstand noch nicht auf dem entsprechenden Stand weiss.

Trotzdem sprach Salvisberg von «einem coolen Rennen, das genau so verlief, wie ich es mir erhofft hatte». In der Vorbereitung auf das WM-Serie-Rennen auf den Bermudas hat ihn das «Fordernde und extrem Harte» weitergebracht. Andrea Salvisberg lebt zusammen mit seinem Bruder Florin (5.) weiterhin in Wallisellen. Beide trainieren aber nicht mehr im Trainingszentrum, sondern in der Gruppe mit Brett Sutton, der neben anderen auch Nicola Spirig angehört.

Insgesamt massen sich am Walliseller Triathlon in den verschiedenen Kategorien über 1300 Sportler. Diesmal nicht am Start war Lokalmatador Sven Riederer. Der mehrfache Gewinner des Walliseller Triathlons will sich in dieser Saison sportlich auf die längeren Triathlondistanzen konzentrieren. Riederer hat sich am Wochenende ganz der Organisation der Rennen in seiner Heimatstadt gewidmet. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 15.04.2018, 23:08 Uhr

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