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«War konzentriert und konsequent»

Larissa Csatari (28) von der ­Judo-Schule ­Regensdorf ­gewann erneut Einzel-SM-Gold.

Larissa Csatari (28) von der ­Judo-Schule ­Regensdorf ­gewann erneut Einzel-SM-Gold.
Larissa Csatari (28) von der ­Judo-Schule ­Regensdorf ­gewann erneut Einzel-SM-Gold.
zVg

2016 mussten Sie wegen Ihrer verletzten Schulter auf die Schweizer Meisterschaften verzichten. Endlich sind Sie wieder schmerzfrei und holten in Neuenburg ihren vierten Schweizer-Einzel-Meistertitel. Ist Ihre Genugtuung gross?

Larissa Csatari: Auf jeden Fall. Natürlich war ich die Favoritin, weil ich von allen Teilnehmerinnen den grössten Trainingsaufwand betreibe. Ich trainiere zweimal am Tag. So hart trainieren wenige in der Schweiz. Das heisst aber nicht, dass man dann auch gewinnt. Der Favorit hat einen Leistungsdruck, dem man standhalten muss. Wenn der ­Gegner im richtigen Moment die richtige Technik anwendet, überrascht er auch einen Favoriten. Die Situation, als Favoritin sämtliche Kämpfe zu bestreiten, war für mich neu, weil ich auf internationalem Niveau nicht die Favoritin bin.

Wie lief es Ihnen technisch?

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich habe jeden Kampf mit der Höchstwertung gewonnen. Ich hatte eine gute Mischung zwischen meiner Taktik und meiner Intuition. Ich war immer ­locker. Eine Aussenseiterin kann gewinnen, wenn ihr ein sensationeller Griff gelingt. Oder ich einen Fehler mache oder überheblich bin. Das alles ist in meinen drei Kämpfen nicht ­passiert. Ich war sehr wachsam, konzentriert und konsequent.

Ihre Schulter war schon zweimal verletzt. Bereitet Sie Ihnen keine Probleme mehr?

Nein. Ich habe meine Schulter sogar während der Kämpfe nicht gespürt. Ich habe mich natürlich speziell aufgewärmt. Ich muss meine Defizite an der Schulter immer berücksichtigen.

Wie geht es wettkampfmässig bei Ihnen weiter?

Ab dem 3. Januar 2018 steht ein Trainingslager auf dem Programm. Vorher trainiere ich individuell am Leistungszentrum in Brugg. Im Februar habe ich ein Turnier in Belgien und in Rom. Wenige Wochen später kommt ein wichtiges Turnier in Zürich dazu. In den nächsten Wochen kann ich mich vermehrt meiner Teilzeitarbeit und meinem Teilzeitstudium widmen.

Sie sind bei der Internetplattform www.ibelieveinyou.ch angemeldet, damit Sie als Judoka, die eine Sportart betreibt, die in der Schweiz eine Randsportart ist, die finanziellen Mittel haben, sich für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio qualifizieren zu können. Wie läuft es da?

Es ist ganz okay. Dank lieben Leuten bin ich bei 20 Prozent. Ich hoffe, es geht bis am 1. Januar so weiter.

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