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Weihnachtsbotschaft ruft zu Respekt auf – wie der Schwingsport

Als 17-Jähriger wollte Tobias Kiener einem Sportverein beitreten. Er besuchte ein Probetraining bei den Schwingern.

Schwinger Tobias Kiener (rechts, im Duell mit seinem Bruder Raphael) blickt optimistisch in die Zukunft. Der 20-Jährige sagt: «Ich habe einfach schon öfter die Erfahrung gemacht, dass es gut rauskommt, wenn ich Jesus im Gebet um Hilfe bitte.»
Schwinger Tobias Kiener (rechts, im Duell mit seinem Bruder Raphael) blickt optimistisch in die Zukunft. Der 20-Jährige sagt: «Ich habe einfach schon öfter die Erfahrung gemacht, dass es gut rauskommt, wenn ich Jesus im Gebet um Hilfe bitte.»
Sibylle Meier

Dem Schöfflisdorfer gefiel die Kampfsportart wegen der dabei gepflegten Aufrichtigkeit und Kollegialität.

2013 sah Tobias Kiener die TV-Direktübertragung des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests in Burgdorf. Der Schwingsport gefiel ihm. Mit einem Kollegen meldete er sich beim Schwingklub Zürcher Unterland, dessen Übungseinheiten im Schwingkeller des Schulhauses Hohfuri in Bülach stattfinden. Seit mittlerweile drei Jahren ist der nun 20-Jährige Mitglied des Vereins.

Zweimal in der Woche trainiert Tobias Kiener und während der Saison stehen am Wochenende immer wieder Wettkämpfe auf dem Programm. Die bevorzugten Schwünge des Sennenschwingers sind der Kurz und der Fussstich. Das körperliche Kräftemessen fasziniert den Youngster so wie die freundschaftlichen Rituale. «Vor dem Kampf gibt man sich zur Begrüssung die Hand. Und nach dem Gang verabschiedet man sich ebenfalls mit Handschlag. Danach wischt der Sieger dem Verlierer das Sägemehl vom Rücken ab», berichtet der gelernte Landmaschinenmechaniker. Zudem werde die Kollegialität im Verein und mit anderen Klubs grossgeschrieben und die Stimmung bei den Anlässen sei von gegenseitigem Respekt geprägt, fügt er an.

Der 1,78 m grosse und 83 kg schwere Sportler fühlt sich in der Schwingszene wohl. So wie auch in der Jungschar der Chrischonagemeinde Oberweningen. Er ist gar Jungscharleiter und damit ein wichtiges Mitglied des BESJ, des Bundes Evangelischer Schweizer Jungscharen. Die BESJ-Arbeit ist ein ausserschulisches Freizeitangebot von Freikirchen und evangelisch-reformierten Kirchgemeinden für Kinder und Teenager im Alter von 5 bis 16 Jahren. Tobias Kiener sieht bezüglich Respekt und Fairness viele Gemeinsamkeiten im Schwingen und in der Jungschar.

In der Jungschar kommt die Thematisierung des christlichen Glaubens dazu. «Ich erlebte und erfahre heute noch in der Jungschar tolle Zeiten. Natürlich ist da auch der christliche Glauben ein Thema.» Daneben hat Kiener weitere gute Kollegen, die ebenfalls an Jesus glauben und mit denen er zusammen im Glauben wachsen kann.

«Jesus erlöst uns»

Tobias Kiener ist quasi mit einem «Heimvorteil» aufgewachsen. Seine Eltern Reinhard und Kathrin sind gläubig, Reinhard war sogar viele Jahre lang als Pastor und Seelsorger der Chrischonagemeinde Oberweningen tätig. Seit kurzem gibt Reinhard Kiener sein immenses Wissen als Coach und Lebensberater weiter. «Ich habe von klein auf von meinen ­Eltern Geschichten aus der Bibel gehört und im Familienalltag die Führung Gottes erfahren. Schlussendlich aber war es meine eigene Entscheidung, mit Jesus zu leben. Verschiedene persönliche Erlebnisse und Erfahrungen prägten und vertieften dann meinen Glauben an Jesus», beschreibt Tobias Kiener seine religiöse Entwicklung. Der 20-Jährige freut sich deshalb nicht nur wegen der Geschenke auf die Weihnachtsfeiern zu Hause, bei Tanten und Onkeln sowie in der Jungschar. «Jesus, Gottes Sohn, ist als Mensch zu uns auf die Erde gekommen, um uns zu erlösen und uns das ewige Leben zu schenken», sagt er mit leuchtenden Augen. Dieses Geschenk ist für ihn noch weit mehr wert als die Eintrittskarte fürs Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Estavayer, die er vor einem Jahr auf Weihnachten geschenkt bekommen hat.

Praktische Hilfe im Alltag

Der Glaube an Jesus Christus bereitet Tobias Kiener jedoch nicht nur an Weihnachten viel Freude. «Jesus verlangt von uns Liebe und Respekt den Mitmenschen und uns selber gegenüber. Es ist wunderschön, solche Momente erfahren zu dürfen.» Er glaubt auch, dass in konkreten Alltagssituationen Gebete an Jesus helfen können. «Als ich ein Kind war, gingen wir als Familie wandern. Plötzlich zog ein heftiges Hagelunwetter auf und wir rannten in eine offene Hütte. Dort haben wir gebetet. Plötzlich hörte es zu hageln auf. Dann liefen wir schnell zum Auto. Kurz nachdem wir im Auto sassen, begann es wieder stark zu hageln», erzählt er. Tobias Kiener will damit nicht behaupten, dass es wegen der ­Gebete zu hageln aufgehört hat. «Aber», sagt der Schwinger in bestimmtem Ton, «ich habe einfach schon öfter die Erfahrung gemacht, dass es gut rauskommt, wenn ich Jesus im Gebet um Hilfe bitte.»

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