Kunstturnen/Leichtathletik

Wenn alle Lorbeer und Oliven wollen

Am Eidgenössischen Turnfest in Aarau erreichten in den Traditionssportarten Kunstturner Eddy Yusof (TV Bülach) und Zehnkämpfer Andrin Schneider (TV Dietlikon) ein Spitzenresultat.

Eddy Yusof gelingt die Bodenübung am Turnfest nicht nach Wunsch, er stürzt. An den folgenden Geräten macht der Bülacher aber Rang um Rang gut.

Eddy Yusof gelingt die Bodenübung am Turnfest nicht nach Wunsch, er stürzt. An den folgenden Geräten macht der Bülacher aber Rang um Rang gut. Bild: Marc Schumacher (Freshfocus)

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Am Ende setzten sich die Favoriten durch. Oliver Hegi (TV Lenzburg) sowie die Tessinerin Ilaria Käslin holten sich am Eidgenössischen Turnfest (ETF) in Aarau den Turnfestsieg in der Sparte Kunstturnen. Der Bülacher Spitzenturner Eddy Yusof nahm sich gleich zu Beginn selbst aus dem Rennen. Beim Startgerät Boden stürzte er bei der zweiten Bahn und lag danach auf Rang 26. Getragen von der guten Stimmung in der voll besetzen Eishalle, gab er allerdings nicht auf und kämpfte sich eindrücklich zurück. So zeigte er zum Beispiel den schwierigsten Sprung der Konkurrenz, und auch am Barren und Reck brillierte Yusof. An den letzten beiden Geräten bewiesen die Schweizer eindrücklich, dass sie zur Europäischen Elite gehören. «Letztlich bin ich zufrieden und froh, dass ich mich nach dem leider sehr missglückten Start zurückkämpfen konnte», sagte der Bülacher nach dem Wettkampf. Fortan darf er sich eidgenössischer Kranzturner nennen, ein Ehrentitel, welcher vor allem unter den älteren Turnern viel zählt. Der Kunstturner wird mit einem Kranz aus Lorbeer ausgezeichnet, und der Leichtathlet erhält einen Olivenkranz.

Sehr guter erster Tag

Letzteren wollte sich der 21-jährige Andrin Schneider vom TV Dietlikon erkämpfen, der mit gemischten Gefühlen nach Aarau reiste. Bis vor drei Wochen hatte er in Chur die Rekrutenschule. absolviert. Er konnte dort zwar durchaus trainieren, doch vor allem für die Spezialdisziplinen im Zehnkampf war die Vorbereitung kein einfaches Unterfangen. Andrin Schneider glückte ein ausgezeichneter erster Tag. Mit 1,85 Metern im Hochsprung und 6,57 Metern im Weitsprung erzielte er persönliche Bestleistungen. Doch am zweiten Tag zollte er dann seinem Trainingsrückstand Tribut, vorab der Stabhochsprung und das Speerwerfen gelangen ihm nicht nach Wunsch. Die 6190 Punkte und der 7. Schlussrang können sich aber trotzdem sehen lassen. Und der errungene Olivenkranz auf Andrin Schneiders Haupt sowieso.

Erstellt: 17.06.2019, 18:01 Uhr

Die Traditionssportarten am Eidgenössischen Turnfest

Turnfestsieger oder -siegerin in der Leichtathletik wird nur, wer den Zehn- bzw. Siebenkampf gewinnt. Im Kunstturnen gebührt der Titel dem Sieger und der Siegerin des Programms 6. Das Kunstturnen ist so alt, wie die Turnfeste selbst. Seit Beginn 1832 waren Barren, Reck und Pferd Bestandteil des Wettkampfs. Die Leichtathletik wurde 1912 unter «volkstümliches Turnen» eingeführt, ab 1922 hiess es dann Leichtathletik. (rr)

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