Bülach

Wie an einer Heim-WM gefühlt

Der Bülacher Eddy Yusof qualifizierte sich an der WM in Stuttgart mit dem Schweizer Team für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio.

Hoch hinaus: Der Bülacher Eddy Yusof überzeugte an der WM in Stuttgart.

Hoch hinaus: Der Bülacher Eddy Yusof überzeugte an der WM in Stuttgart. Bild: Matthias Schrader (Keystone)

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Im Qualifikationswettkampf sicherten sich die Schweizer souverän den 6. Rang und erreichten damit ihr primäres Ziel: den Start als Team an den Olympischen Spielen 2020. Im Teamfinale turnten sie dann nicht mehr ganz so stark und klassierten sich am Ende auf Rang 7. Auch wenn einige sich mehr erhofften, ist dies ein Resultat, das sich sehen lassen kann. Wie Eddy Yusof im SRF-Interview gestand, waren die Turner auch etwas «leer» nach dem Spannungsabbau aufgrund der erfolgreichen Quali: «Keiner von uns konnte nach diesem Wettkampf schlafen. Wir sind alle so glücklich. Ein schwerer Stein fiel uns vom Herzen. Deshalb gingen wir fast etwas emotionslos in dieses Finale.»

«Es war extrem laut, es war sehr cool. Wir hatten die beste Unterstützung aller Teams. Direkt nach dem Wettkampf konnten wir in dieser Kurve den Fans die Hände abklatschen, doch für mehr war leider keine Zeit.» Der Bülacher Eddy Yusof berichtet stolz von den Schweizer Fans an der WM in Stuttgart.

Ausserdem traten die Schweizer in einer leicht veränderten Aufstellung an. So verzichtete zum Beispiel Eddy Yusof wegen Rückenverspannungen auf den Sprung. Einen Tag nach dem Finale genoss der Bülacher nach langer Zeit einen freien Tag. Die beiden Wettkämpfe haben ihre Spuren hinterlassen, emotional wie auch körperlich.

«Besser geht es kaum»

«Vor allem mit dem ersten Wettkampf bin ich sehr zufrieden, besser geht es kaum. Mein Gefühl ist aber etwas getrübt wegen des Fehlers am Reck im Finale», äusserte sich Yusof. Rasch schob er indes nach: «Aber ich kann es verkraften, die Freude überwiegt klar.» Der Unterländer ist ein exzellenter Mehrkämpfer. Da das Teamresultat Vorrang hatte, durfte er aber in der Qualifikation «nur» fünf Geräte turnen und hatte so keine Chance, sich für den Final zu qualifizieren. Doch er nahm es gelassen: «Wir waren alle so nervös, da die Erwartung so gross war. So gesehen war ich eigentlich froh, kein Pauschenpferd turnen zu müssen.» Das Pferd ist das schwächste Gerät des 25-Jährigen und oft sein Zittergerät.

Yusof will «gesund werden»

Gefragt nach seinen nächsten Zielen kam schnell die Antwort «gesund zu werden». Seine Rückenverspannung will er rasch loswerden. «An den Schweizer Mannschaftsmeisterschaften (SMM) vom 26. Oktober in Montreux will er turnen. «Es wird wieder ein Wettkampf sein, wo das Team im Vordergrund steht, dieses Mal für Zürich.» Er will mit diesem Einsatz an der SMM auch all den treuen Schweizer und Zürcher Fans Danke sagen. Die jungen Turner und Trainer des Regionalen Leistungszentrums Rümlang, wo auch Yusof jahrelang trainierte, reisten mit einem Car nach Stuttgart und unterstützten die Schweizer lautstark, sodass sich die Turner wie an der EM 2016 in Bern und nicht wie an der WM in Stuttgart fühlten. «Es war extrem laut, es war sehr cool. Wir hatten die beste Unterstützung aller Teams. Direkt nach dem Wettkampf konnten wir in dieser Kurve den Fans die Hände abklatschen, doch für mehr war leider keine Zeit», erzählt Eddy Yusof.

Erstellt: 11.10.2019, 22:09 Uhr

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