Dielsdorf

Wullschleger verliert und gewinnt

Mit Pagino verlor die Dielsdorfer Reiterin ­Astrid Wullschleger das hart umkämpfte Meilenrennen am White Turf in St. Moritz nur knapp, gewann aber mit ihm für den Rennstall einen neuen Trainingsgefährten.

Mit Umweg zum 2. Platz – Astrid Wullschleger (rechts aussen) wählte auf Pagino im letzten Bogen die äusserste Spur, um mit vollem Galopp dem Ziel entgegenzufliegen.

Mit Umweg zum 2. Platz – Astrid Wullschleger (rechts aussen) wählte auf Pagino im letzten Bogen die äusserste Spur, um mit vollem Galopp dem Ziel entgegenzufliegen. Bild: Werner Bucher

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Der fünfjährige Hengst Pagino zählt in Deutschland zur ersten Garnitur der Galopper. Bisher wurde er von seinen Besitzern, dazu zählt auch Mäni Würtenberger aus Riedt, nur sparsam eingesetzt. Er war auch überzeugt, dass Pagino dank seiner Klasse gestern Sonntag in St. Moritz gut ­laufen würde, obwohl er noch nie auf Schnee gestartet war. Die Reise aus Köln verdaute der braune Hengst gut, und auch die Höhe schien ihn nicht zu stören. Im Feld der acht Pferde startete Astrid Wullschleger gemäss den Anweisungen des Trainers verhalten und suchte sich mit ­Pagino eine gute Position, um im Einlauf anzugreifen. Dabei zog sie an den beiden favorisierten Dielsdorfer Kräuliger Pferden Ma Petite Folie und Rappelle Moi, trainiert vom Niederhasler Andreas Schärer, vorbei und kam im Ziel bis auf eine halbe Länge an den führenden 19:1-Aussenseiter Hidden Oasis heran.

Astrid Wullschleger meinte zu ihrem Beritt auf den 2. Platz: «Pagino ist ein sehr gutes Pferd, und ich freue mich, dass er nun zu uns in den Stall kommt.» Zusammen mit ihrer Schwester Flurina betreibt sie mit nun zehn Galoppern einen Rennstall im Schwindiboden bei der Rennbahn Dielsdorf.

111 111 Fr. Gewinnsumme

Im Araber-Rennen belegte Wullschleger mit Lou Raynal den 5. Rang und hofft, dass sie sich in den weiteren internationalen Araber-Prüfungen für das Finale in Doha qualifizieren kann. Vor drei Jahren wurde die Dielsdor­ferin dort World-Champion- Jockey.

Zum 111-jährigen Bestehen der Pferderennen in St. Moritz dotierte Longines den Grossen Preis von St. Moritz mit 111 111 Franken. Die Rekordsumme lockte sieben Starter aus England, Frankreich und Deutschland an. Mit sechs Vertretern war die Schweiz in Minderzahl und stellte doch den Sieger: Der fünfjährige Hengst Nimrod unter ­Maxim Pecheur gewann die Prüfung über 2000 Meter mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 56 km/h vor Vorsonntagssieger Berrahri. Nimrod, der im GP Jockey Club in Dielsdorf als Zweiter sein Schweizer Debüt gab, steht im Besitz von zwei Frauen und wird von Miro Weiss in Urdorf trainiert. Das Sieggeld von 46 666 Franken bleibt also in der Schweiz. Spektakulär verlief das Skikjöring, weil beim Start zwei Pferde fahrerlos geworden sind. Diese galoppierten wild durch den Pulk und behinderten zuerst Titelverteidigerin Valeria Holinger mit Usbekia. In aussichtsreicher Siegerposition behinderte eines der freilaufenden Pferde ebenso Holingers stärksten Konkurrenten und brachte sein Zugpferd zu Fall. Perfect Swing rappelte sich sofort wieder auf, und mit Franco Moro im Schlepptau belegte er trotzdem den 5. Rang. Nach diesem Ausgang wäre Moro der neue König des Engadins geworden. Weil ein Sturz aber das Ausscheiden bedeutet, verteidigte Holinger ihren Titel. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 18.02.2018, 23:02 Uhr

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