Dielsdorf

Die Wullschlegers landen den Oster-Coup

Jockey Clément Lheureux und Trainer Andreas Schärer aus Niederhasli haben die Osterrennen in Fehraltorf dominiert. Astrid und Flurina Wullschleger aus Dielsdorf sorgten für eine Überraschung.

Astrid Wullschleger aus Dielsdorf verweist mit Rosette Delizy ihre Gegnerinnen im Eröffnungsflachrennen von Fehraltorf auf die Plätze.

Astrid Wullschleger aus Dielsdorf verweist mit Rosette Delizy ihre Gegnerinnen im Eröffnungsflachrennen von Fehraltorf auf die Plätze. Bild: Werner Bucher

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Pferderennen in der Schweiz zeichnen sich durch ihre überschaubare Anzahl aus. Daher kommt es auch immer wieder zu familieninternen Wettkämpfen – wie bei den Dielsdorfer Rennreiterinnen Silvia und Michaela ­Casanova. Im Eröffnungsflachrennen am Ostermontag in Fehraltorf vor 7500 Zuschauern muss­ten sich die beiden Schwestern mit den Rängen 2 und 3 begnügen.

Bezwungen wurden sie von einem weiteren Geschwisterpaar: Astrid Wullschleger aus Dielsdorf im Sattel der Stute Rosette Delizy, die wiederum von ihrer Schwester Flurina Wullschleger trainiert wird.Seit einigen Monaten arbeiten die beiden Schwestern eng in den Schwindiboden-Stallungen zusammen. Während Flurina Wullschleger sich hauptsächlich auf die Betreuung der Pferde konzentriert, reitet ihre jüngere Schwester im Training und inden Rennen. Astrid zählt mit 66 Siegen zu den erfolgreichsten Schweizer Rennreiterinnen – und befindet sich derzeit in Höchstform. In der vergangenen Woche gewann sie in Avenches zwei Rennen.

Und in Fehraltorf stieg sie, beflügelt vom Besuch ihres Partners, des Spitzenjockeys Olivier Plaçais aus Singapur, in den Sattel von Rosette ­Delizy. Die vierjährige Stute wird seit knapp einem Jahr von Flurina Wullschleger betreut und galt als 13:1-Aussenseiterin. Doch schon nach dem Start übernahm sie die Spitze des Zehnerfeldes – und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Die Reiterin schilderte: «Ich habe mich immer wieder umgeschaut und mich gewundert, dass mir keiner nahe gekommen ist.» Kein Wunder, legte sie doch mit 55,26 km/h ein stolzes Tempo vor.

Rosette Delizes erster Sieg im neunten Start brachte Flurina Wullschleger gleichzeitig den ersten Erfolg als Berufstrainerin ein.

Andreas Schärers Doppelpack

Im galoppsportlichen Hauptereignis über 2500 Meter, das mit 15 000 Franken dotiert war, traten zwar nur fünf Pferde an. Dafür handelte es sich durchwegs um hochklassige Konkurrenten. Wie erwartet übernahm der zehnjährige Routinier Night­dance Paolo unter Karin Zwahlen aus Niederhasli, das Kommando, während sich der Stall- und Trainingsgefährte Le Colonel am Schluss aufhielt. In unveränderter Position galoppierten die Vollblüter in den Einlauf. Dort gab Clément Lheureux den Befehl zum Angriff und gewann mit dem fünfjährigen Fuchshengst sicher vor Nightdance Paolo. Beide Pferde werden vom Niederhasler Andreas Schärer trainiert und gehören dem Dielsdorfer Rennbahnbetreiber Toni Kräuliger.

Zuvor hatte der Dielsdorfer Jockey Lheureux das Rennen der Inländer mit der Stute Lila gewonnen. Bis zur Einlaufkurve hatte Favorit Prado, trainiert von Pepi Stadelmann (Niederhasli), geführt. Bis Lheureux ihm mit einem Innenvorstoss im letzten Galoppsprung den Sieg wegschnappte. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 17.04.2017, 21:52 Uhr

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