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Lucien Favre über seine persönliche Entwicklung

Lucien Favre gewährt in einem Interview mit der Si Einblicke in seine Biografie. Der Bundesliga-Trainer des Jahres spricht über seine Kindheit und den unspektakulären Einstieg in die Branche.

Als kleiner Bub übte Lucien Favre in der Mittagspause stundenlang mit dem Ball: "Ich spielte für mich selber, jonglierte, machte andere technische Übungen." Er eiferte seinem älteren Bruder nach. Gérald war auf dem Kartoffelacker des 250-Seelen-Örtchens Oulens Vorbild und wichtigster Bezugspunkt zugleich. Der Dorfcharme ist weit weg, sein Engagement als Co-Trainer der C-Junioren von Echallens ist Geschichte, heute dirigiert Favre die Borussia aus Mönchengladbach, den Champions-League-Teilnehmer mit gegen 130 Millionen Euro Umsatz. Vergessen hat der Maestro seine Herkunft selbstredend nicht: "Für meine spätere Entwicklung war der Job auf regionaler Stufe wichtig." Favre sagt, dass er seit seinem Einstieg ins Coach-Business vor 24 Jahren immer wieder Fortschritte gemacht habe: "Ich entwickle mich ständig, ich stehe nie still." Er sei in der Lage, neue Einflüsse schnell wahrzunehmen und eigene Fehler rasch zu erkennen. Ein Ergebnis seiner guten Organisation, ist Favre überzeugt: "Alles ist exakt geplant, sonst verliere ich zu viel Zeit." In einem ausführlichen Gespräch mit der Sportinformation reflektiert der Waadtländer seinen kontinuierlichen Aufstieg an die Spitze der Bundesliga-Strategen: "Menschlich muss man als Chef über alle Zweifel erhaben sein. Man muss als Trainer ehrlich sein. Kein Trainer, der sich in der Kabine verstellt und andere imitieren will, überlebt in diesem Geschäft." Während den über viereinhalb Jahren am Niederrhein habe er sich im positiven Sinn verändert. "Früher war ich im Umgang mit den Spielern extrem zurückhaltend, schon fast reserviert. Ich bin offener geworden, weil ich eben auch mehr Vertrauen spüre." In der zu Beginn schwierigen Lage habe er viele wichtige Impressionen aufgenommen: "Gladbach ist speziell."

SDA

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