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Nebelchaos verzögert Kriechmayr-Triumph

Beim Super-G in Gröden gab es diese Saison das erste Speed-Podest ohne Schweizer. Kriechmayr musste derweil lange auf die Wertung seines Sieges warten.

Bereits zu Beginn des Rennens legte sich immer wieder Nebel über die Piste. Zweimal wurde das Rennen unterbrochen und danach fortgesetzt. Der dritte Unterbruch dauerte dann über 90 Minuten. Danach liessen die Bedingungen keine Angriffe auf die Spitze mehr zu.
Bereits zu Beginn des Rennens legte sich immer wieder Nebel über die Piste. Zweimal wurde das Rennen unterbrochen und danach fortgesetzt. Der dritte Unterbruch dauerte dann über 90 Minuten. Danach liessen die Bedingungen keine Angriffe auf die Spitze mehr zu.
Gabriele Facciotti, Keystone
Während der ersten Pause sass Mauro Caviezel noch auf dem Leaderthron. Die Rangliste zählte da aber auch nur gerade vier Fahrer. Am Ende verpasste der Bündner dann aber als Vierter knapp das Podest.
Während der ersten Pause sass Mauro Caviezel noch auf dem Leaderthron. Die Rangliste zählte da aber auch nur gerade vier Fahrer. Am Ende verpasste der Bündner dann aber als Vierter knapp das Podest.
Alessandro Trovati, Keystone
Lange musste er zittern. Als dann aber der 30. Fahrer startete, war sich Vincent Kriechmayr sicher, dass das Rennen gewertet wird.
Lange musste er zittern. Als dann aber der 30. Fahrer startete, war sich Vincent Kriechmayr sicher, dass das Rennen gewertet wird.
Alessandro Trovati, Keystone
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Um 11.45 Uhr ging es los. Und drei mühsame Stunden später startete erst die Nummer 21. Es nieselte, der Nebel war dicht über Gröden. Bereits nach vier Fahrern hatte es den ersten Unterbruch gegeben, 47 Minuten lang. Nach der Nummer 20 folgte die nächste Pause, sie dauerte 94 Minuten. Um 14.30 Uhr hätte die definitive Entscheidung fallen sollen, die Jury verschob diese nochmals um eine Viertelstunde – und weil sich der Nebel tatsächlich verflüchtigte, ging es weiter. Profiteur war der Österreicher Vincent Kriechmayr, der doch noch zum fünften Weltcupsieg kam. Die Regel besagt: Ein Rennen wird erst gewertet, wenn 30 Fahrer gestartet sind.

Kriechmayr gewann vor Kjetil Jansrud und Thomas Dressen, als Vierter verpasste Mauro Caviezel das Podest um 13 Hundertstel. Der Bündner war zufrieden, sprach von schwierigen Bedingungen, weil die Strecke wegen dem vielen Salz im Vergleich zum Vortag langsamer geworden sei. Total fair könne ein fast vierstündiges Rennen nicht sein, meinte derweil Beat Feuz (9.).

Eine Flasche Wein für die Verantwortlichen

Dies sah auch Kriechmayr so. Er werde FIS-Renndirektor Markus Waldner und den Organisatoren eine Flasche Wein zukommen lassen, sagte der 28-Jährige. Sie hatten das Rennen durchgemurkst, die Kritik am Vorgehen hielt sich jedoch in Grenzen. Einige Journalisten hatten Kriechmayr erklärt, das Rennen sei abgebrochen, «sie erhielten später kein Interview mehr», sagte er schmunzelnd. Um 15.15 Uhr wurde noch gefahren, an und für sich undenkbar für ein Speed-Rennen. Der Tag sei lang, die Warterei mühsam gewesen, resümierte Jansrud. «Aber andere Leute arbeiten auch von 8 bis 17 Uhr.»

Nach 48 von 64 Fahrern war Feierabend, der Nebel kehrte zurück. Zwei Schweizer nutzten die späte Startgelegenheit: Gino Caviezel (14.) und Stefan Rogentin (19.) realisierten ihr Bestresultat im Super-G. Auf der verkürzten Strecke büssten sie nur 75 respektive 99 Hundertstel ein.

Val Gardena (ITA). Weltcup-Super-G der Männer (abgebrochen nach 48 Fahrern): 1. Vincent Kriechmayr (AUT) 1:13,84. 2. Kjetil Jansrud (NOR) 0,05 zurück. 3. Thomas Dressen (GER) 0,22. 4. Mauro Caviezel (SUI) 0,35. 5. Dominik Paris (ITA) 0,36. 6. Hannes Reichelt (AUT) 0,38. 7. Johan Clarey (FRA) und Aleksander Kilde (NOR) 0,54. 9. Beat Feuz (SUI) 0,55. 10. Adrien Théaux (FRA) 0,58.

Ferner die weiteren Schweizer: 14. Gino Caviezel 0,75. 19. Stefan Rogentin (SUI) 0,99. 24. Marco Odermatt 1,15. 41. Gilles Roulin 2,09. 42. Thomas Tumler 2,10. 45. Carlo Janka 3,11. - 48 Fahrer gestartet, 45 klassiert. - Nicht gestartet u.a.: Urs Kryenbühl (SUI).

Der Stand im Weltcup

Männer. Gesamtwertung (nach 9 von 46 Rennen): 1. Vincent Kriechmayr (AUT) 312. 2. Alexis Pinturault (FRA) 264. 3. Matthias Mayer (AUT) 257. 4. Dominik Paris (FRA) 249. 5. Henrik Kristoffersen (NOR) 243. 6. Aleksander Kilde (NOR) 224. 7. Beat Feuz (SUI) 221. 8. Mauro Caviezel (SUI) 213. - Ferner: 11. Marco Odermatt (SUI) 177. 23. Carlo Janka (SUI) 87. 25. Daniel Yule (SUI) 86. 26. Gino Caviezel (SUI) 82.

Super-G(nach 3 von 8 Rennen): 1. Kriechmayr 196. 2. Mayer 184. 3. Kilde 156. 4. Mauro Caviezel 155. 5. Paris 145. 6. Odermatt 143. Ferner: 12. Feuz 61. 19. Tumler 33. 22. Gino Caviezel 24. 27. Stefan Rogentin (SUI) 16.

Nationen (nach 19 von 87 Wertungen): 1. Österreich 2392. 2. Schweiz 2109. 3. Italien 1704. 4. Norwegen 1656. 5. Frankreich 1266. 6. USA 1205. Ferner: 16. Liechtenstein 54.

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mro

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