Triathlon

Riederer stürzt und hat Glück im Unglück

Der Walliseller Langstrecken-Triathlet Sven Riederer sieht sich durch einen Trainingssturz jäh gebremst.

Sven Riederer (hier am Rande des Heimrennens in Wallisellen) kann vorerst kaum trainieren.

Sven Riederer (hier am Rande des Heimrennens in Wallisellen) kann vorerst kaum trainieren. Bild: M. Schoder

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An der Lissabon Challenge, einem hochkarätigen Rennen über die Mitteldistanz, an dem er am Pfingstwochenende hätte starten wollen, fehlte Sven Riederer bereits. Der Grund: ein Sturz am zweitletzten Tag des Trainingslagers in Spanien. Erschreckend die Ursache: ein Rahmenbruch seines Velos, sprich etwas, das es eigentlich nicht gibt. Dennoch kommt der 37-Jährige zum Schluss: «Ich hatte enormes Glück im Unglück.»

Denn das Missgeschick geschah unmittelbar nach einer rasanten Abfahrt mit Geschwindigkeiten von rund 70 km/h. Eine Bodenwelle sei ihm zum Verhängnis geworden, erinnert sich Riederer – eigentlich etwas Harmloses, Alltägliches. Nicht auszudenken, wenn der Rahmen bereits während der schnellen Talfahrt zu Bruch gegangen wäre.

Dennoch sind die Folgen für den dreifachen Olympiateilnehmer und Bronzemedaillengewinner von Athen 2004 beträchtlich: ein Schlüsselbeinbruch, zwei gebrochene Rippen, eine malträtierte Lunge. Eine Operation wurde daher nötig. Nun ist der Routinier, der erst 2017 auf die Langstrecke umgesattelt ist, vorderhand ausgebremst. «Schwimmen ist derzeit nicht möglich», verrät er. Ebenso wenig Laufen. Einzig auf der Velorolle zu Hause kann er sich derzeit fit halten. «Mein Training basiert momentan auf Improvisation», sagt er.

Kaum eine lange Pause

Sven Riederer nimmt die leidige Situation an, «möglichst so, wie es halt ist». Tröstlich sei der Gedanken, das ihm weitaus mehr hätte passieren können, sagt er. Zudem geht der Walliseller nicht von einer längeren Pause aus. «Ich versuche, mich fit zu halten, und bin zuversichtlich, vielleicht in 14 Tagen wieder einsatzfähig zu sein.»

Erstellt: 23.05.2018, 10:50 Uhr

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