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Roger Federer will «keinen Piqué-Cup»

Der Schweizer hat sich in New York zu den Tennis-Plänen des spanischen Fussballers geäussert – und ist nicht begeistert.

Die entscheidenden Bälle zum Erst-Runden-Sieg von Federer in New York. (Video: Tamedia/SRF)

Gerard Piqué, der Präsident der Kosmos-Gruppe, die künftig den Davis-Cup finanziert, sagte in einem Interview mit der französischen Zeitung «Le Figaro», dass er den Finalevent in den September vorziehen wolle. Pikant ist die Aussage, weil der beim FC Barcelona engagierte Fussballprofi jenen Zeitrahmen anpeilt, den derzeit der Laver-Cup besetzt.

Insofern befindet er sich auf Konfrontationskurs mit Roger Federer, der als Teilhaber der Agentur Team8 am Laver-Cup beteiligt ist. Am US Open, nach seinem 6:2, 6:2, 6:4-Sieg über Yoshihito Nishioka, nahm der Baselbieter erstmals zur neusten Entwicklung Stellung. «Es wird noch x Verhandlungen geben. Das Gute an der ganzen Sache ist, dass alle gemeinsam an einen Tisch sitzen müssen», meinte er.

Ganz überraschend war die Idee Piqués für ihn wohl nicht gekommen, denn er verriet: «In Wimbledon sprachen die Spieler ein Machtwort, indem sie sagten: Wir wollen keinen Davis-Cup im November.»

Der Fussballer in der Tennis-Welt

Federer hat mit Piqué bisher noch nie gesprochen und ist über dessen Vorgehen etwas pikiert. «Ganz ehrlich: Es ist für uns schon etwas merkwürdig, einen Fussballer in unserer Welt zu haben. Er muss sehr vorsichtig sein, damit es keinen Piqué-Cup gibt und der Davis-Cup auf die Seite geschoben wird.»

Es gebe in den nächsten Wochen und Monaten sicher einige Sitzungen mit den Vertretern der ATP, der ITF und des Laver-Cups. «Jeder will sein Ding verteidigen. Es sagen immer alle, sie wüssten, was das Beste für den Sport ist, jene von der ITF, jene von der ATP, jene vom Laver-Cup und die Spieler auch.» Am Schluss müssten die Spieler entscheiden, worauf sie Lust hätten, sagte Federer weiter.

«Der Spieler ist insgesamt glücklich, wenn er Optionen hat. Du kannst irgendwo auf der Welt ein Turnier organisieren, und es wird immer genug Profis geben, die dorthin reisen. Es ist eine Chance, Geld zu verdienen, es bringt Jobsicherheit, es ist eine weitere Möglichkeit anzutreten. Ob es der Laver-Cup ist oder eine neue Form des Davis-Cups ist – es ist nichts falsch daran, etwas auszuprobieren.»

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