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Schnell, aber nicht schnell genug

Die Fahrer des VC Steinmaur haben an der Schweizer Strassen-meisterschaft kein Rennglück. Mauro Schmid holt erneut Silber. Fabian Lienhard fährt in der Hauptkategorie als Vierter an den Medaillen vorbei.

Fabian Lienhard wird auf der Strecke von Vater Erwin, einst ebenfalls Veloprofi, verpflegt.
Fabian Lienhard wird auf der Strecke von Vater Erwin, einst ebenfalls Veloprofi, verpflegt.
Neli Widmer

Mauro Schmid gehörte im Ausscheidungsrennen der Junioren zu den dominierenden Figuren. Der Süniker blieb im Rennen dieser Nachwuchskategorie bis am Schluss vorne. Mit den beiden Westschweizern Alexandre Balmer und Loris Roullier – gegen Letzeren hatte Schmid im Januar an der Querfeldein-Schweizer-Meisterschaft in Dielsdorf im Endkampf um den Titel den Kürzeren gezogen – konnte er schon früh zwei seiner gefährlichsten Gegner distanzieren.

Ein Zentimeterentscheid

Ein dritter Romand aber blieb im Rennen: Valère Thiébaud. Ihn konnte Schmid auch am letzten Berg nicht abhängen. «Auf der ansteigenden Zielgeraden habe ich versucht, Thiébaud von hinten zu überraschen.

Leider bin ich nicht wie erhofft in Schwung gekommen und musste mich geschlagen geben», erklärt sich Schmid und spekuliert: «Vielleicht hätte ich eine andere Übersetzung wählen sollen und wäre so an ihm vorbeigekommen.» Am Ende fehlten Schmid nur wenige Zentimeter zum Sieg. Nach Querfeldein- und Einzelzeitfahren blieb ihm somit auch auf der Strasse nur die Silbermedaille.

Im Elite-Rennen stellte der Aargauer Silvan Dillier seine ausgezeichnete Form unter Beweis. Er sicherte sich überlegen nach einer rund 100 Kilometer langen Soloflucht seinen ersten Meistertitel auf der Strasse. Am Donnerstag hatte Dillier an den Zeitfahr-Meisterschaften noch seinem Teamkollegen bei BMC, Stefan Küng, den Vortritt lassen müssen.

Drei Tage danach setzte sich der 26-Jährige vor den Thurgauer, der mit Platz 2 vorliebnehmen musste. Dritter wurde mit Kilian Frankiny ein weiterer Fahrer des Teams BMC. Dillier hatte im Mai die 6. Etappe des Giro d’Italia gewonnen. Seither befindet er sich in einem Höhenflug, obwohl er von seinem Team im letzten Moment aus dem Aufgebot für die Tour de Suisse gestrichen wurde. Dillier gewann stattdessen überraschend die parallel zur Schweizer Rundfahrt stattfindende Route du Sud in Frankreich.

Lienhard chancenlos

Den undankbaren 4. Platz belegte der Steinmaurer Fabian Lienhard. Knapp sieht das Resultat allerdings nur rangmässig aus. Denn gegen die Fahrer von BMC hatte Lienhard für einmal keine Chance. Am Schluss trennten ihn mehr als vier Minuten vom Podest.

«Immerhin konnte ich die Verfolger in Schach halten und mich als erster Nicht-BMC- Fahrer klassieren», streicht Lienhard das Positive heraus. «In dieser Verfolgergruppe waren noch Fahrer von nationalen Sportgruppen dabei. Für die ist es immehin noch um den Titel der Elite national gegangen.» Es ist jener Titel, den Lienhard 2015 in Steinmaur vor eigenem Publikum gewonnen hatte.

Mit Johan Jacobs (18. Rang) und Lukas Müller (22.) beendeten in dem siebeneinhalb Minuten zurückliegenden Feld zwei weitere Fahrer des VC Steinmaur das Meisterschaftsrennen.

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