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Skifahrer Reichelt wurde wegen Dopings verhört

Der Österreicher bekam Besuch von Ermittlern. Es geht dabei um die Einnahme von verbotenen Medikamenten.

Bekam überraschend Besuch von Ermittlern: Hannes Reichelt. Der österreichische Abfahrtsspezialist wurde verhört, weil er verbotene Medikamente eingenommen haben soll. Der 38-Jährige bestreitet die Vorwürfe. In Verdacht geriet er wegen seinen Verbindungen zu Gerald H., dem Hauptverdächtigen im Doping-Skandal der nordischen Ski-WM. Ein Rückblick:
Bekam überraschend Besuch von Ermittlern: Hannes Reichelt. Der österreichische Abfahrtsspezialist wurde verhört, weil er verbotene Medikamente eingenommen haben soll. Der 38-Jährige bestreitet die Vorwürfe. In Verdacht geriet er wegen seinen Verbindungen zu Gerald H., dem Hauptverdächtigen im Doping-Skandal der nordischen Ski-WM. Ein Rückblick:
Peter Schneider, Keystone
Die Polizei kreuzte am Mittwoch, 27. Februar 2019, vor dem 15-km-Rennen vor dem österreichischen Teamhotel für eine Doping-Razzia auf.
Die Polizei kreuzte am Mittwoch, 27. Februar 2019, vor dem 15-km-Rennen vor dem österreichischen Teamhotel für eine Doping-Razzia auf.
APA/AFP/Georg Hochmuth
Ebenso betroffen sind die estnischen Langläufer Karel Tammjärv (Nr. 30) und sein Landsmann Andreas Veerpalu.
Ebenso betroffen sind die estnischen Langläufer Karel Tammjärv (Nr. 30) und sein Landsmann Andreas Veerpalu.
Matthias Hangst/Getty Images
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Der Doping-Skandal rund um die Nordische WM in Seefeld scheint sich nun auf den alpinen Skisport auszuweiten. Wie die österreichische «Kronen Zeitung» berichtet, hat Abfahrtsspezialist Hannes Reichelt unangekündigten Besuch bekommen. «Mich hat fast der Schlag getroffen, als sie mir ihren Ausweis entgegenstreckten», sagt dieser. Bei den Personen handelte es sich um Ermittler des Bundeskriminalamts, noch vor 7 Uhr seien sie bei ihm vor der Haustür gestanden.

Reichelt sei danach in Innsbruck verhört worden. Anders als bei den in Seefeld erwischten Langläufern Dominik Baldauf und Max Hauke ging es bei ihm aber nicht um Blutdoping, sondern um verbotene Medikamente, die er eingenommen haben soll. «Ich weiss nicht, wo das alles herkommt», sagt Reichelt gegenüber der «Kronen Zeitung», er wisse nur, dass er nichts getan habe. «Ich habe sogar immer jedes Hustenzuckerl überprüft.»

Reichelt ging mit dem Hauptverdächtigen zur Schule

Die Verbindung zwischen Reichelt und dem Doping-Skandal von Seefeld heisst offenbar Gerald H. Dieser wurde am Tag von Reichelts Verhör in Innsbruck verhaftet. Er soll Athleten aus verschiedenen Sportarten beim Dopen unterstützt haben, auch die zwei Radrennfahrer Stefan Denifl und Georg Preidler sind geständig. Reichelt selbst ging mit H. zur Schule, dieser schrieb für den Skifahrer bereits seit 2005 Trainingspläne. «Er hat mir aber nie angeboten, etwas Illegales zu machen», so Reichelt.

Mit dem zweiten Hauptverdächtigen Emanuel M., zuletzt Servicemann des Schweizer Langläufers Dario Cologna, habe er nie etwas zu tun gehabt, sagt Reichelt. 2013 soll er ihn während eines Trainingslagers in Zypern getroffen haben, «auch dabei war Doping keine Sekunde ein Thema». M. ist ein enger Freund des ehemaligen Langläufers Johannes Dürr, der im Rahmen der Seefelder Doping-Affäre erneutes Blutdoping gestanden hatte.

Der österreichische Skiverband (ÖSV), der M. später zivilrechtlich verklagte, weil dieser behauptete, man würde Doping beim Verband dulden, äusserte sich bereits zum Verhör gegen Reichelt. Der ÖSV sei von der Dopingagentur Nada nie über Auffälligkeiten informiert worden, Reichelt werde auch mehrmals im Jahr getestet, es gelte die Unschuldsvermutung. Der ÖSV-Cheftrainer Andreas Puelacher sagt: «Es ist für mich absolut unvorstellbar, dass Hannes etwas Verbotenes genommen hat.»

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