«Ich warte schon lange auf den Satz: ‹Hey Pierre, es reicht!›»

Die Leidenschaft Roger Federers verblüffe ihn bis heute, sagt sein Konditionstrainer Pierre Paganini.

Ein eingespieltes Team: Pierre Paganini und Roger Federer, hier bei einer Übung im April 2003.

Ein eingespieltes Team: Pierre Paganini und Roger Federer, hier bei einer Übung im April 2003. Bild: Markus Stücklin/Keystone

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Seit über 18 Jahren gehen Roger Federer und Pierre Paganini gemeinsame Wege. Interviews gibt der Waadtländer Fitness-Instruktor nur selten, am Sonntag äusserte er sich im Rahmen der SRF-Sendung «Sportpanorama» zur Zusammenarbeit mit dem Schweizer Tennis-Star.

Was ihn bis heute äusserst fasziniere, sei die Leidenschaft Federers. «Sie ist wie bei einem Junioren. Ich sage das nicht einfach so dahin. Das überrascht mich immer wieder», sagt Paganini. «Ich warte schon lange darauf, dass Roger mir plötzlich die Türe vor der Nase zuschlägt und den Satz sagt: ‹Hey Pierre, es reicht jetzt!›» Es geschehe aber Jahr für Jahr das Gegenteil: «Roger kommt mit einem Funkeln in den Augen zum Training.»

«Einer meiner engsten Verbündeten»

Über 100 Tage im Jahr arbeiten Federer und Paganini zusammen. «Er ist einer meiner engsten Verbündeten», sagt Federer über Paganini. Stets sei dieser für ihn da gewesen: «Ich erlebte nicht einen Tag, dass er nicht fit, müde oder krank war. Er ist einer meiner engsten Verbündeten. Wenn ich heute immer noch Tennis spiele, dann auch dank Pierre.»

Federer erinnert sich noch gut an die ersten Begegnungen: «Ich lernte ihn schon mit 14 im Leistungszentrum in Ecublens kennen. Dort lernte ich, was hart arbeiten ist, was gutes Benehmen, was es heisst, alles zu geben.»

Die Frage, ob Federer bald zu alt werde für Spitzentennis, hört auch Paganini oft. Er verneint mit einer einfachen Begründung: «So lange Roger noch schnell ist, ist er jung genug.» Weder am Enthusiasmus, noch an der Professionalität mangle es beim mittlerweile 37-jährigen Federer. «Bei Roger gibt es Spontanität wie bei einem Kind, gleichzeitig kann er auch strukturiert sein wie ein Computer», sagt Paganini. Es sei, als seien es zwei Menschen. «Bei Roger kann dieser Wechsel aber innert einer Minute passieren.»

Der ganze Beitrag von SRF kann hier (ab Minute 51:30) nachgeschaut werden.
(Red)

Erstellt: 13.01.2019, 20:15 Uhr

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