Die spezielle Geschichte der Emma Pooley

"Noch zu wenig Vertrauen und zu wenig Praxis" führte dazu, dass Frau Doktor Pooley aus Hausen am Albis im olympischen Strassenrennen der Frauen aufgeben musste.

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Emma Pooley (33) hielt lange Zeit mit, unternahm auch einen Vorstoss, aber schliesslich wirkte es sich aus, dass sie erst Anfang dieses Jahres wieder ernsthaft in den Radsport eingestiegen war. Die Britin lebt seit elf Jahren in der Schweiz, zuerst in Zürich, jetzt in Hausen am Albis, und verblüfft immer wieder durch ihre Vielseitigkeit.

2008 bei den Olympischen Spielen in Peking gewann sie Silber vor der Schweizerin Karin Thürig im Zeitfahren, 2010 wurde sie in dieser Sparte Weltmeisterin. 2012 gab es bei Olympia in London Rang 6 im Strassenrennen. Ein Jahr später siegte sie im Marathon (Lauf) von Lausanne, 2014 wurde sie beim Jungfrau-Marathon Zweite, sechs Tage nachdem sie in Zofingen ihren Weltmeistertitel im Duathlon erfolgreich verteidigt hatte. Im Juli 2014 erklärte sie ihre Radkarriere als beendet, und 2016 kehrte sie zurück. Nächster Start: das olympische Zeitfahren am Mittwoch.

Gewissermassen als Vorbereitung auf Rio kämpfte sich Pooley im Juni dieses Jahres beim Ironman Switzerland 70.3 in Rapperswil-Jona (1,9 km Schwimmen, 90 km Velo, 21,1 km Laufen) auf Rang 2 hinter Ironman-Superchampionne Daniela Ryf.

"Ich betrieb immer intensiv Sport", sagte sie in Rio, "auch während des Studiums." Ihren Doktortitel machte sie 2014 an der ETH Zürich in Geotechnik - "und seither bin in Sportprofi". Ihre Doktormutter war eine in der Schweiz lebende Landsfrau, die brillante Professorin, Ex-Europameisterin im Triathlon und heutige ETH-Rektorin Sarah Springman.

(sda)

Erstellt: 08.08.2016, 02:16 Uhr

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