So drastisch hat sich YB verändert

Vor einem Jahr erreichten die Berner die Champions League gegen Dinamo Zagreb. Heute versuchen sie es gegen Roter Stern Belgrad – mit einem komplett veränderten Team.

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Alles ist gleich. Wieder treten die Young Boys im Playoff zur Champions League zuerst zu Hause an, wieder geht es für sie danach für ein heikles Auswärtsspiel auf den Balkan, wieder brauchen sie nur eine Hürde zu überspringen, um es in die Königsklasse zu schaffen.

Und alles ist anders. Das YB, das am 28. August 2018 in einem wilden Spiel in Zagreb mit Leidenschaft, Glück und Guillaume Hoarau 2:1 gewann und zum ersten Mal die Champions League erreichte, hat wenig gemeinsam mit dem YB, welches heute gegen Roter Stern Belgrad versucht, sich eine möglichst gute Ausgangslage für das Rückspiel in Serbien zu verschaffen. Sieben gewichtige Abgänge gab es bei den Young Boys seither, die Hauptrollen bekleiden andere – oder die, für die sie vorgesehen wären, können sie gerade nicht wahrnehmen.

Die Abwehr: von Bergen 2.0

In der Defensive macht sich der Umbruch bei YB am deutlichsten bemerkbar. Mit Mbabu und Benito mussten die Berner ihre beiden Aussenverteidiger ersetzen – und haben sie in Zuzug Janko und dem zur Stammkraft beförderten Garcia gefunden. Auch Captain von Bergen erhielt nach seinem Rücktritt im Sommer einen Nachfolger. Es ist Captain Lustenberger, der wegen seiner Umsicht, seiner Zuverlässigkeit und seiner Ruhe schon jetzt als von Bergen 2.0 gilt. Neben ihm entwickelt sich Talent Zesiger, der in der Hierarchie derzeit klar vor Wüthrich liegt, welcher wiederum vor einem Jahr noch neben von Bergen agierte.

Mittelfeld: Einer wie Sanogo

Schon im Winter nach der Champions-League-Kampagne verliess Vorkämpfer Sanogo die Young Boys. Im Sommer tat das auch Nationalspieler Sow, die Berner waren ihre Zentrums-Achse los. Mittelfeldspieler vom filigranen Typ waren in der Person von Lauper (ist aktuell am Kreuzband verletzt) und Aebischer schon da, zu ihnen stiess Sierro. Wichtiger aber war für YB die Suche nach einem Spieler wie Sanogo, welche mit der Verpflichtung des stämmigen Martins ein Ende gefunden zu haben scheint. Auf den Flügeln fehlt aktuell Sulejmani noch angeschlagen – für ihn, den Serben mit albanischen Wurzeln und einstigen Partizan-Junior, wäre es eine spezielle Partie. Ngamaleu und Fassnacht dürften heute spielen – und waren als einzige Feldspieler schon vor einem Jahr dabei.

Sturm: Der lange Schatten Hoaraus

Im Angriff ist bei YB eigentlich alles beim Alten. Das darf man angesichts der schon 35 Jahre, die Guillaume Hoarau auf dem Buckel trägt, durchaus wörtlich nehmen. Aber auch sonst: Zuzüge hat es im Sturm keine gegeben, nach wie vor teilen sich hier Hoarau, Nsame und Assalé die Verantwortung, wobei es gerade für Nsame im Schatten von Hoarau nicht immer einfach war, seine Einsatzzeiten zu bekommen. Weil aber Hoarau seit dem zweiten Spieltag mit einer Oberschenkelverletzung fehlt und noch nicht ganz genesen ist, werden gegen Belgrad zumindest im Hinspiel Nsame und Assalé spielen. Beide standen vor einem Jahr nicht in der Startelf: Assalé war verletzt, Nsame wurde eingewechselt.

Erstellt: 21.08.2019, 17:26 Uhr

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