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Usain Bolt über 100 m für einmal nicht der Topfavorit

Mit den Vorläufen über 100 m der Männer steuern die WM in Peking ab Samstag auf ihren ersten Höhepunkt zu. Erwartet wird im Final ein Showdown zwischen Titelverteidiger Usain Bolt und Justin Gatlin.

Am Sonntag um 15.15 Uhr Schweizer Zeit wird sich im Final über 100 m der Männer entscheiden, wer aktuell der schnellste Mann der Welt ist. Der Topfavorit ist für einmal nicht der jamaikanische Titelverteidiger Usain Bolt, sondern der Amerikaner Justin Gatlin, der als einziger in diesem Jahr unter 9,80 Sekunden gelaufen ist, und dies gleich viermal. Die Bestzeit des New Yorkers beträgt 9,74 Sekunden. Zudem ist Gatlin seit September 2013 ungeschlagen. Hinter dem diese Woche 29 Jahre alt gewordenen Bolt stand lange ein Fragezeichen. Der sechsfache Olympiasieger und achtfache Weltmeister blieb erst Ende Juli beim Diamond-League-Meeting in London erstmals in diesem Jahr unter zehn Sekunden. In der Olympia-Stadt von 2012 stoppte die Uhr trotz Gegenwind zweimal bei 9,87 Sekunden. Diese Rennen gaben Bolt Zuversicht. Deshalb strotzte der Superstar an der Pressekonferenz vor WM-Beginn vor Selbstvertrauen. Aufgrund der Vergangenheit weiss er, dass er an internationalen Meisterschaften stets zu Höchstleistungen fähig ist. Dies verdeutlichen seine Siegerzeiten an den Olympischen Spielen 2008 (9,69) und 2012 (9,63) sowie den Weltmeisterschaften 2009 (9,58). An der WM 2013 in Moskau genügten ihm 9,77 Sekunden zum Triumph, eine Marke, die diesmal kaum reichen dürfte. Seine einzige Niederlage an einem Grossanlass seit 2008 erlitt Bolt an den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu, als er im Final über 100 m einen Fehlstart produzierte und damit seinem Landsmann Yohan Blake die Goldmedaille kampflos überliess. Mit einem weiteren Sieg wäre Bolt der erste Athlet, der neun WM-Goldmedaillen gewonnen hätte. Hinter den beiden Topfavoriten lauern mit Asafa Powell (Jam/32) und Tyson Gay (USA/33) zwei weitere Oldies. Wie Gatlin waren auch sie in der Vergangenheit schon des Dopings überführt worden. Das Quartett dürfte die Medaillen unter sich ausmachen.

SDA

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