Das ist im Sport in 0,4 Sekunden möglich

Um Haaresbreite verfehlte die Schweiz den WM-Halbfinal. Beispiele aus anderen Sportarten zeigen, wie weit Athleten oder Spielgeräte in kürzester Zeit kommen.

Knapper geht es kaum: Das Schweizer Eishockey-Nationalteam kassiert im Viertelfinal gegen Kanada 0,4 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit das 2:2. (Video: SRF)

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Um 40 Hundertstelsekunden hat die Schweizer Nationalmannschaft an der Eishockey-WM in der Slowakei den Halbfinal-Einzug gegen Kanada verpasst. Viel Entscheidendes kann sich in diesen Bruchteilen einer Sekunde im Sport ereignen. Folgende Beispiele aus verschiedenen Sportarten zeigen dies eindrücklich.

Leichtathletik

Usian Bolt knackte am 16. August 2009 an der WM in Berlin seinen eignen Sprint-Weltrekord über 100 Meter. Der Jamaikaner lief die Strecke in 9,58 Sekunden und kam dabei auf eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 37,58 km/h. In 0,4 Sekunden legte er 4,18 m zurück.

Ski Alpin

Am 19. Januar 2013 stellte Johan Clarey einen neuen Geschwindigkeitsrekord in der Abfahrt auf. Am Lauberhorn erreichte der Franzose in der Haneggschuss-Passage ein Tempo von 161,9 km/h. In 0,4 Sekunden fuhr er 17,98 m.

Eishockey

Der schnellste bisher gemessene Slapshot gelang Alexander Rjasanzew (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Schachspieler) im Jahr 2012. Der Russe gab am 21. Januar während des KHL-Allstar-Games in der lettischen Hauptstadt Riga einen Schuss ab, der auf 183,67 km/h kam. In 0,4 Sekunden flog der Puck 20,41 m weit.

Fussball

Ronny Hebersons Freistoss vom 26. November 2006 im Auswärtsspiel gegen Naval de Maio gilt als schnellster der Geschichte. Der Brasilianer hämmerte den Ball mit 210,9 km/h (was 23,44 m in 0,4 Sekunden entspricht) in die Maschen. Sein Treffer brachte Sporting Lissabon den 1:0-Sieg ein und wird als «Ronnys Thunder Shot» bezeichnet.

Tennis

Der schnellste an einem offiziellen Turnier registrierte Aufschlag legte Samuel Groth hin. Der Australier brachte den Ball am 9. Mai 2012 während der Partie gegen Uladsimir Ihnazik beim Challenger-Turnier in Busan (KOR) auf 263 km/h, wobei er in 0,4 Sekunden 29,23 m weit flog.

Formel 1

In einem GP ist Kimi Räikkönen seit dem von Italien 2005 der Topspeed-Rekordhalter. Am 4. September kam der Finne im Boliden von McLaren-Mercedes auf eine Höchstgeschwindigkeit von 370,1 km/h. In 0,4 Sekunden fuhr er 41,13 m.

Badminton

Lee Chong Wei aus Malaysia gilt als schnellster Smasher der Welt. Er spielte den sogenannten Shuttle am 24. September 2017 im Final des Japan Open gegen Viktor Axelsen mit 417 km/h über das Netz. Das Spielgerät hätte innert 0,4 Sekunden mit 46,34 m fast 3,5-mal die Distanz der Feldlänge (13,40 m) zurückgelegt.

In 0,4 Sekunden kann übrigens auch ein Schluck Frustbier runtergestürzt werden. Hier der Beweis:

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Ok, wir geben es zu: Das waren nun 2,4 Sekunden, war aber auch ein grosser Schluck. (ddu)

Erstellt: 24.05.2019, 12:08 Uhr

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