Der phänomenale Triumph des Altmeisters

Fast elf Jahre nach seinem 14. Sieg an einem grossen Turnier hat Tiger Woods am US Masters die Weltelite hinter sich gelassen.

Der Moment des Triumphs für Tiger Woods. (Quelle: Twitter/PGA TOUR)

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Der 43-jährige Amerikaner siegte am 83. US Masters und sicherte sich auf diese Weise seinen 15. Majortitel. Am 15. Loch der Schlussrunde im Augusta National Golfclub übernahm Woods mit einem Birdie erstmals im ganzen Turnier die alleinige Führung.

Mit einem weiteren Birdie am legendären 16. Loch, dem von einem Teich gesäumten Par 3 mit abschüssigem Green, baute er die Führung auf zwei Schläge aus. Am letzten Loch leistete er sich noch einen Schlagverlust (Bogey), wohl wissend, dass er das Turnier trotzdem gewinnen würde.

In Augusta, am prestigeträchtigsten der vier Turniere mit Grand-Slam-Charakter, hat er nach den Erfolgen von 1997, 2001, 2002 und 2005 nun zum fünften Mal triumphiert. Einzig Jack Nicklaus mit sechs zwischen 1963 und 1986 errungenen Siegen liegt noch vor Woods. Nach der neuerlichen Machtdemonstration des Superstars scheint es nicht mehr unmöglich zu sein, dass Woods den Allzeit-Rekord von Nicklaus (18 Majorturnier-Siege) trotz seines fortgeschrittenen Alters angreifen kann.

Triumph nach vielen negativen Erlebnissen

Woods' Sieg ist geradezu phänomenal. Über das golferische Können hat er immer verfügt, er ist der mit Abstand stärkste Spieler der Neuzeit. Aber in den letzten zehn Jahren erlebte er viel Negatives, das ihn für lange Zeit aus der Bahn warf.

Es begann Ende 2009 mit dem selbstverschuldeten Ehe- und Sexskandal. Ab 2014 hatte er volle vier Jahre fast nur noch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Lange schien es, als würde er nicht mehr auf die Tours zurückkehren können, schon gar nicht auf seinem bekannten Niveau.

Aber ab Anfang 2018, nach insgesamt vier Rückenoperationen, tastete er sich wieder heran. Letzten Herbst glückte ihm bereits wieder ein Sieg auf dem amerikanischen Circuit. Der jetzige Erfolg, nach dem er sich zum fünften Mal ins Grüne Jackett des US-Masters-Siegers einkleiden liess, stellt alles in Woods' grossartiger Karriere in den Schatten. (sda)

Erstellt: 14.04.2019, 20:30 Uhr

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