Skurrile Spartipps für Football-Spieler

NFL-Stars verdienen Millionen – und haben Geldprobleme. Deshalb rät ihnen die Spielergewerkschaft: «Trennen Sie sich von Ihrem Stylisten.»

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Gratis-Spartipp für alle Leser, die sich angesprochen fühlen: «Verkaufen Sie Autos, die Sie in den letzten sechs Monaten nicht gefahren sind.» Auf allzu viele Leute dürfte dies nicht zutreffen. Doch für die Spieler aus der amerikanischen National Football League sind die Geldtipps, so absurd sie auch tönen mögen, bitter ernst gemeint.

Obwohl sie bereits in jungen Jahren Millionen verdienen, haben sie nach ihrer Karriere oft nicht ausgedient. Ganz im Gegenteil: 78 Prozent der ehemaligen Profis aus der besten Football-Liga sind bereits zwei Jahre nach ihrem Rücktritt komplett pleite oder haben zumindest finanzielle Nöte, so schrieb es «Sports Illustrated» bereits vor zehn Jahren.

Ein Streik droht

Gebessert hat sich seither scheinbar nicht viel – obwohl die Löhne nochmals gestiegen sind. Geld auf die Seite zu legen, scheint nicht die Stärke der Quarterbacks, Wide Receivers und Co. zu sein.

2021 könnte es für die Spieler aber noch schlimmer kommen: Der NFL droht ein Spielerstreik, weil die Liga die Anzahl der Spiele erhöhen will. Die Spielergewerkschaft NFLPA und die Liga verhandeln momentan neue Gesamtarbeitsverträge aus – natürlich geht es darum, noch mehr Geld zu verdienen. Bisher konnten sie sich noch nicht einigen.

Wegen der Lohnzahlungen, die auszufallen drohen, hat die NFL nun in einer Broschüre Geldtipps für die Spieler vorgeschlagen. So sollen sie bis Ende 2020 genug gespart haben, um 2021 auch längere Zeit ohne ihre Millionen-Löhne auszukommen.

Eine Auswahl der Tipps:

• Legen Sie mindestens die Hälfte Ihres Lohnes auf die Seite.

• Versuchen Sie, zu Hause zu kochen, anstatt immer im Restaurant zu essen.

• Geben Sie für Schmuck nur das Nötigste aus.

• Trennen Sie sich von Ihrem persönlichen Stylisten.

• Vermieten Sie Ihre unbewohnten Häuser und Wohnungen.

• Mieten Sie keine weiteren Autos und Häuser, die Sie kaum verwenden werden.

• Lernen Sie, «Nein» – oder zumindest «Nicht jetzt» – zu Freunden und Familie zu sagen, die Sie um Geld bitten.

• Ernennen Sie einen Tag pro Woche zum «Nichts-ausgeben-Tag».

• Ziehen Sie in Betracht, Kleider, die Sie nicht brauchen, auf Secondhand-Online-Marktplätzen zu verkaufen.

Tönt vernünftig. Eigentlich nicht nur für den Fall eines drohenden Streiks und ausfallender Lohnzahlungen. Und was lernen wir sonst noch daraus? Fahren Sie Ihr Auto mindestens einmal pro Halbjahr, dann müssen Sie es nicht verkaufen. (te)

Erstellt: 22.08.2019, 11:19 Uhr

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