Die Harmonie ist zurück

Kjetil Jansrud lanciert das Rennwochenende von Kitzbühel mit einem Sieg im Super-G. Beat Feuz wird Siebter und ist aus zwei Gründen zufrieden.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Da stand er nun, die Ski in den Händen, die Arme ausgebreitet. Den Kopf nach hinten, einfach geniessend. Kjetil Jansrud hatte gerade die Bestzeit aufgestellt im Super-G von Kitzbühel. Es war eine Zeit, die keiner mehr unterbot. Eine Zeit auch, die Mauro Caviezel den Podestplatz kostete. Der Bündner wurde Vierter, er ist in dieser Saison nur in einem Speedrennen nicht unter die ersten sechs gefahren; allerdings stand er auch nur einmal auf dem Podest. «Das ist Teil des Spiels», sagt Caviezel hinterher, seine Konstanz stimmt ihn positiv. Es hätte jedoch mehr sein können.

Aber da war Kjetil Jansrud, der Speedfahrer mit den meisten Weltcupsiegen, 23 sind es nun. Der Abfahrtsweltmeister, der am Mittwoch Schnellster gewesen war im ersten Training. Es war nicht immer einfach in dieser Saison. Die Harmonie zwischen ihm und seinem Material habe gefehlt, sagt der 34-Jährige nach dem Rennen, er könne ein Buch darüber schreiben – «es waren Millimeter hier, Millimeter da, die entschieden». Oft zu seinen Ungunsten. Seinen letzten Sieg holte er 2018 in Lake Louise.

Es folgten 26 Rennen ohne Triumph, für einen wie ihn eine lange Zeit. Nun steht er zuoberst, neben ihm Aleksander Aamodt Kilde, sein sieben Jahre jüngerer Weggefährte. Jansrud erzählt, dass er am Start gejubelt habe, als Kilde Bestzeit fuhr. So ist das bei den Norwegern, «für zwei Minuten war ich super happy», sagt der Sieger, dann war er dran. Kilde teilte sich Platz 2 mit dem Österreicher Matthias Mayer, die beiden waren genau gleich schnell.

Odermatts gutes Comeback

Es ist ein Resultat, das auch Beat Feuz zufriedenstellt. Er wurde Siebter, fuhr aber, wie er selbst sagt, auf Sparflamme – wie immer an Wochenenden, an denen eine wichtige Abfahrt ansteht. Aber er ist froh, dass drei auf dem Podest stehen, die auch am Samstag in der Abfahrt zu den Favoriten gehören. «Die verbrauchen jetzt etwas mehr Energie als ich», sagt Feuz nach seinem Super-G-Bestergebnis dieser Saison. Dem Emmentaler unterlief kurz vor Überqueren der Ziellinie ein Verschneider, «der mir nicht passieren sollte», aber ohne Folgen blieb.

Drittbester Schweizer wurde Marco Odermatt. Der Aufsteiger stand erstmals seit seiner Knieverletzung vor einem Monat in Alta Badia wieder am Start und wurde 13. Gut und solid sei seine Fahrt gewesen, sagt er. Noch am Vortag war unklar gewesen, ob er überhaupt starten würde.


Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

Erstellt: 24.01.2020, 11:14 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Zürcher Unterländer digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 24.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!