Oberweningen

«Wir werden das Fest nachfeiern»

Für die Oberweninger Geschwister Timon und Noemi ­Rüegg sind die aktuellen Weihnachten ganz besonders. Die gläubigen Christen feiern, fernab der Familie, in Belgien.

Interessenkonflikt – als talentierte Rad-Nachwuchshoffnungen starteten Noemi und Timon Rüegg gestern ­Sonntag in Belgien bei einem Weltcuprennen. So wie übermorgen Mittwoch auch. Als gläubige Christen werden sie das heutige Weihnachtsfest zu Hause in Oberweningen nachfeiern.

Interessenkonflikt – als talentierte Rad-Nachwuchshoffnungen starteten Noemi und Timon Rüegg gestern ­Sonntag in Belgien bei einem Weltcuprennen. So wie übermorgen Mittwoch auch. Als gläubige Christen werden sie das heutige Weihnachtsfest zu Hause in Oberweningen nachfeiern. Bild: Balz Murer

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Der 22-jäh­rige Timon und die 17-jäh­rige Noemi werden mo­men­tan von vielen Emotionen begleitet und heimgesucht. Gestern Sonntag bestritten sie im belgischen Namur ein Radcross-Weltcuprennen. Übermorgen Mittwoch sind sie in Heusden-Zolder am Start. Das heisst, dass sie erstmals in ihrem Leben Weihnachten nicht in ihrer geliebten Familie feiern können. Dies als gläubige Christen, die in einem christlichen Umfeld aufgewachsen sind. «Ich finde dies ein wenig schade. Aber wir werden das Fest nachfeiern, sobald wir wieder alle zusammen zu Hause sind», meint Noemi dazu.

Aber natürlich werden die beiden momentan auch von schönen Gefühlen übermannt. Zum einen dürfen sie in Belgien ihrem geliebten Sport frönen. Und noch wichtiger: Weihnachten ist für die beiden schon immer ein Höhe­punkt im Jahr gewesen. Das Fest fand jeweils in klassischer Form statt. Mit Familie und geschmück­tem Baum. Es wurde in der Bibel gelesen und dar­über gesprochen. Und natürlich mit Geschenken. «Als wir noch jünger waren, gabs sogar noch Lieder von der Blockflöte», blickt ­Timon zurück.

Für Noemi («Wir feiern an Weihnachten Jesu Geburt und können durch ihn ein Leben frei von Sünden leben») und Timon («An Weihnachten hat Gott den Ret­ter dieser Welt auf unsere Erde­ geschickt und wir haben dadurch die Chance aufs ewige Le­ben­ nach dem Tod bekommen») ist zwar Weihnachten enorm wich­tig, aber irgendwie sind die beiden das ganze Jahr hindurch im christlichen Festmodus. «Ich genoss das Weihnachtsfest jedes Jahr wieder von Neuem, aber ich bin mir auch bewusst, dass wir ­Jesus jeden Tag vor Augen haben sollen, und nicht nur an Weihnachten», stellt Noemi klar. «Ich bete oft zu Gott. Sei das abends in der stillen Zeit oder während Trainings. Das Schöne dar­an ist, dass es dafür kein Zeitfenster gibt», meint Timon dazu. Und er schränkt das Weihnachtsfest auch ein wenig ein. Denn die Ostergeschichte findet er gerade so wichtig wie das Weihnachtsfest.

Von den Eltern profitiert

Timon, der eine Schreiner­lehre absolviert hat und nun neben seinen intensiven Radtrainings von 15 bis 30 Stunden in der Woche zusätzlich im Stundenlohn arbeitet, sowie Noemi, die sich im zwei­ten Lehrjahr einer Vollzeitlehre zur Fachfrau Behindertenbetreuung befindet, sind in einer christlichen Familie aufgewachsen. In Oberweningen besuchten sie in der Chrischona-Gemeinde die Kinderhüeti, den Kids­treff, die Jugendgruppe sowie viele Gottesdienste. Mit dieser Gemeinde sind sie heute noch verbunden. «Diese Kirche ist eher klein und familiär. Man kennt sich und es gibt ein vielfältiges Angebot», klärt Noemi auf.

Als talentierte Sportler mit Renn­einsätzen jeweils am Sonntagmittag ist es ihnen aber nicht mehr möglich, jeden Sonntag vormittags zur Predigt zu gehen. Deshalb besuchen sie zuweilen auch den ICF in Zürich am Sonntagabend. «Ich kann enorm viel Kraft tanken in solchen Stunden und schätze die Gegenwart anderer Christen und Gleichgesinnten», berichtet Timon. Auch ­Noemi schwärmt: «Das ICF hat tolle Musik, die vor allem für junge Menschen attraktiv ist.» Auch die Predigt ist ihr wichtig. Falls sie eine verpasst, macht sie vom Angebot, dass die Predigten aufgenommen werden, Gebrauch. Dann hört sie die Worte über Gott via Kopfhörer während dem Zugfahren. Die beiden Sportler sind froh, Jesus Christus kennen gelernt zu haben. «So ab meinem 15. Lebensjahr habe ich diverse schöne Erfahrungen mit ­Jesus gemacht. Ich bin überzeugt, dass der christliche Glauben mich in jeder Situation stärkt», hält Timon fest. «Ich habe immer mehr gespürt, dass das Leben mit Gott einen Sinn hat», meint Noemi.

Christus wichtiger als 1. Platz

Gestern Sonntag und über­morgen Mittwoch kämpften und kämp­fen die beiden in Belgien in har­ten Radcross-Weltcuprennen. Sie tun dies aber mit einer gewissen Gelassenheit. Denn sie wissen, dass es Wichtigeres gibt als Sieg, Ruhm und Ehre. Der Retter­ dieser Welt, der an Weihnachten auf unsere Erde gekommen ist, hat ihnen dies mit weisen Worten offenbart.

Erstellt: 23.12.2018, 21:42 Uhr

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