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Zufriedenheit klingt anders

 Den Hot Chilis Rümlang-Regensdorf ist der Auftakt in die neue NLB-Saison geglückt. Die Furttalerinnen haben die Riders 5:4 besiegt. Zufrieden sind die Verantwortlichen trotzdem nicht.

Viel Ballbesitz, aber auch viele Ballverluste. Die Hot Chilis präsentierten sich zum Saisonauftakt gegen die Riders nicht immer so stilsicher wie hier Janine Weiss (links) gegen Livia Gerber.
Viel Ballbesitz, aber auch viele Ballverluste. Die Hot Chilis präsentierten sich zum Saisonauftakt gegen die Riders nicht immer so stilsicher wie hier Janine Weiss (links) gegen Livia Gerber.
Urs Brunner

Hot-Chilis-Trainer Stephan Wächter setzt sich auf die Bank in der Garderobe und atmet tief durch. Seine Spielerinnen haben an diesem Samstagabend die Floorball Riders im ersten Spiel der Saison eben gerade knapp besiegt. In einer Partie, in der sie in der 8. Minute erstmal in Rückstand geraten waren. In einem Spiel, in dem sie bis zum Schluss haben zittern müssen. Erleichterung pur also bei Coach Wächter? Sicher auch, aber nicht nur. «Der Sieg für uns stimmt, aber das Resultat nicht. Wir hätten sehr viel mehr Tore schiessen müssen», erklärt er. «Wir hatten viel mehr Ballbesitz gegen Gegnerinnen, die nur auf Konter gespielt haben.» Und dann zählt der Cheftrainer die Baustellen im Spiel seiner Formationen auf: «Wir hatten Mühe mit dem Backchecking, haben den Ball immer wieder verloren und den Gegnerinnen durch eigene Fehler Torchancen ermöglicht.» Zudem seien einige der Spielerinnen sehr nervös gewesen. Unter anderem auch der neue Captain der Hot Chilis, Lea Keller,. Sie sorgte zweieinhalb Minuten vor Schluss mit einer Strafe noch für eine Unterzahl der Hot Chilis. Und auch Hanka Lacková, die auf diese Saison hin von Meister Piranha Chur zu den Hot Chilis gewechselt hat, zeigte Nerven. Die tschechische Stürmerin, die gegen die Riders einen Treffer geschossen und einen vorbereitet hat, gab sich nach der Partie selbstkritisch: «Wir waren unkonzentriert und leisteten uns vor allem im zweiten Drittel viele unnötige Ballverluste.» Lacková erklärt sich die Unkonzentriertheiten auch mit dem Spielverlauf. «Im ersten Drittel hat das Ganze easy gewirkt, es ist alles gut gelaufen, wir mussten keinen Druck machen.» Dem pflichtet Sabrina Schellenberg bei. «Und dann passiert es fast automatisch, dass man nachlässt», ergänzt sie noch. Die NLA-Rückkehrerin (Red Ants) war einst Verteidigerin, nimmt im aktuellen Spiel der Hot Chilis nun aber die Rolle einer Stürmerin ein. Und offensiv klingt auch ihre Forderung für das Cupspiel vom nächsten Tag gegen den Zweitligisten Aarau: «Es braucht eine Leistungssteigerung. Wir müssen auch im Kopf bereit sein.» Und Coach Wächter meint dazu pointiert: «Wenn wir dieses Spiel nicht gewinnen, können wir gleich aufhören.»

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