Schwingen

Zwei Eichenzweige fürs Unterland

347 Buben aus der ganzen Nordostschweiz kämpften am Zürcher Kantonalen Nachwuchsschwingfestin Weiningen um das begehrte Eichenlaub. Zu den Erfolgsgekrönten gehörten am Ende auch zwei Unterländer.

Der Steinmaurer Elia Müller hält sich oben, gewinnt im letzten Gang gegen Damian Eisenring und platziert sich im 4. Schlussrang.

Der Steinmaurer Elia Müller hält sich oben, gewinnt im letzten Gang gegen Damian Eisenring und platziert sich im 4. Schlussrang. Bild: Bruno Auf der Maur

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In der grössten Julihitze wurde in Weiningen unter dem Patronat des Schwingklubs Glatt- und Limmattal vor 700 Zuschauern um die Eichenzweige geschwungen. Mit dabei war auch eine achtköpfige Delegation vom Schwingklub Zürcher Unterland. Die meisten der Unterländer Jungschwinger konnten bis zur letzten Begegnung auf eine Auszeichnung hoffen, nur der Bassersdorfer Dario Bucheli (Jahrgang 2006) und Raphael Kiener (Jahrgang 2000) aus Schöfflisdorf hatten zu diesem Zeitpunkt bereits zu viele Punkte eingebüsst.

Dass er heuer am Kantonalen einen schweren Stand hatte, lag für Kiener auch in der Zusammensetzung der Kategorien begründet: «Immer zwei Jahrgänge sind zusammengefasst und ich musste dieses Jahr gegen Ältere antreten», erklärte er. Auch zum Abschluss gab es für den 17-jährigen nochmals eine Niederlage, wodurch er in der Schlussrangliste weit zurückfiel.

Zugpferd Elia Müller

Anders erging es Till Birk aus Stadel (Jahrgang 2002). Er nutzte seine Chance und beförderte seinen letzten Gegner des Tages ins Sägemehl, was ihm den 10. Schlussrang und damit einen Eichenzweig einbrachte. Der Steinmaurer Elia Müller mausert sich immer mehr zum Zugpferd des Unterländer Schwingernachwuchses.

Sein Talent hat der Elfjährige in den vergangenen viereinhalb Jahren schon öfters unter Beweis gestellt. Als grösste Erfolge nennt Müller selbst den Kategoriensieg am diesjährigen St. Galler Nachwuchsschwingfest und ein makelloses Notenblatt mit sechs Maximalnoten am letztjährigen Appenzeller Nachwuchsschwingfest.

Als Sechsjähriger wurde Elia Müller von seiner Grossmutter ermuntert, in die Schwinger­hosen zu steigen. Zusammen mit seinem Grossvater, dem Rorbaser Werner Keller, der einst selbst ein erfolgreicher Schwinger war, fieberte auch sie in Weiningen als Zuschauerin mit. Und die beiden durften miterleben wie ihr En­kel den angestrebten zehnten Eichen­­zweig seiner Karriere bereits nach fünf Durchgängen auf sicher hatte. In der Endabrechnung landete Elia Müller schliesslich auf dem guten vierten Schlussrang.

Pech für Müller und Frei

Etwas Pech hatte Elia Müllers jüngerer Bruder Ruben (Jahrgang 2008). Trotz einer Nieder­lage zum Abschluss fehlte ihm als Zwölfter nur ein Rang zur Auszeichnung. Der Rafzer Simon Ambühl belegte in der gleichen Kategorie den 16. Schlussrang. Felix Frei aus Kloten (Jahrgang 2003) musste nach guter Vorarbeit im letzten Durchgang die Punkte mit seinem Gegner teilen, wodurch auch er aus den auszeichnungsberechtigten Rängen fiel.

Vom gastgebenden Schwingklub Glatt- und Limmattal wollten unter anderen die beiden Hüttiker Brüder Fabian (Jahrgang 2004) und Stefan Zemp (2002) ihren Heimvorteil nutzen. Mit nur zwei Siegen und vier Niederlagen musste Fabian seine Hoffnungen schon früh aufgeben und auch Stefan verpasste eine Auszeichnung trotz eines 3. Sieges zum Abschluss aufgrund tiefer Noten klar.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 12.07.2017, 09:18 Uhr

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