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Rückbesinnung wegen KriseSR Technics positioniert sich neu

Wartung von Triebwerken und Instandhaltung von Flugzeugen – das sieht das Unternehmen in Anbetracht der Krise als neues Hauptgeschäft.

Für die Luftfahrt in der Schweiz relevant: Die SR Technics definiert ihr Hauptgeschäft neu. Ein Blick in die Werft in Zürich, als die Flugzeuge der Swissair mit dem Swiss-Schriftzug überklebt wurden. (Archivbild)
Für die Luftfahrt in der Schweiz relevant: Die SR Technics definiert ihr Hauptgeschäft neu. Ein Blick in die Werft in Zürich, als die Flugzeuge der Swissair mit dem Swiss-Schriftzug überklebt wurden. (Archivbild)
Foto: Steffen Schmidt (Keystone)

SR Technics reagiert auf die Krise in der Luftfahrt und streicht eine Reihe von Dienstleistungen. Gleichzeitig hat sich das Unternehmen einen neuen Bankkredit gesichert.

SR Technics habe angesichts des veränderten Marktumfelds die angebotenen Dienstleistungen kritisch geprüft, erklärte das Flugzeugwartungsunternehmen am Donnerstag in einem Communiqué. Nun komme es zu einer Neupositionierung des Unternehmens.

Als Hauptgeschäft definiert SR Technics die Wartung von Triebwerken sowie die Instandhaltung von Flugzeugen. Die beiden Bereiche seien schon vor der Corona-Krise profitabel gewachsen und für das Luftfahrtversorgungsnetz der Schweiz relevant.

Ab kommenden Jahr würden dagegen keine Design-Engineering-Lösungen mehr angeboten. Auch die auf Flugstunden basierenden Komponentendienstleistungen werde man schrittweise reduzieren, erklärte das Unternehmen.

SR Technics beschäftigt aktuell in Zürich rund 1300 Mitarbeitende. Ob und in welchem Umfang es zu einem Stellenabbau kommt, darüber lässt sich das Unternehmen nicht aus. Bisher war es für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Millionenkredit und Kurzarbeit

Die Covid-19 Krise hat SR Technics hart getroffen, die Nachfrage brach im Einklang mit der Luftfahrt regelrecht ein. Um die Liquidität für den Betrieb zu sichern, wurde unter anderem Kurzarbeit eingeführt.

Das Unternehmen hat sich jetzt zudem von den Hausbanken eine zusätzliche Kreditlinie von 120 Millionen Franken gesichert. Auf den Kredit hat der Bund eine Ausfallbürgschaft von 60 Prozent übernommen. Die bereits früher angekündigte Transaktion wurde nun vollzogen, erklärte SR Technics.

Die frühere Swissair-Tochter mit Sitz am Flughafen Kloten ist einer der weltgrössten, unabhängigen Anbieter von technischen Dienstleistungen in der zivilen Luftfahrt. SR Technics gehört der chinesischen HNA Group und der Mubadala Development Company, einem Staatsfonds der Vereinigten Arabischen Emirate.

oli/sda

4 Kommentare
    Sacha Meier

    Die chinesische SR-Technics müsste halt eine zeitgemässere Funktion ausfüllen, als fremde Flugzeuge in unserer unantastbaren Hochpreisinsel zu warten. Das machen die Fluggesellschaften günstiger zentral in ihren Stammländern. Im Zeitalter zunehmender politischer Spannungen müsste sich die Firma die Schweizerische Neutralität zunutze machen, weil wir ja Geschäfte mit jedem machen - ungeachtet seiner Herkunft, Religion, Weltanschauung, Vorstrafen und sexuellen Orientierung. So könnte etwa der Betrieb Nuklearsprengsätze für Atomwaffenstaaten warten. Die halten ja nicht ewig. So müssen etwa die gepulsten D-T-Neutronenquellen zur Zündung des nuklearen Feuers immer wieder ersetzt werden - wegen der Halbwertszeit 13.32 Jahren von T. Und auch die Waffen-Pits aus Pu-239 müssen alle paar Jahrzehnte gegen frisch erbrütetes Material getauscht werden, weil die Waffenkerne wegen der spontanen Spaltung ständig Neutronen erzeugen, die dann durch Einfang zu den unerwünschten Isotopen Pu-240 und Pu-241 führen und die Waffen «heiss» machen würden.