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Bund zahlt für Corona-MassentestsEndlich können Altersheime testen, tun es aber nicht

Kantone und Heime fühlen sich von Alain Berset überrumpelt: Der Bund zahlt zwar jetzt für flächendeckende Corona-Tests, doch es fehlen Regeln.

In Deutschland in vielen Bundesländern schon länger Pflicht: Bei einer Besucherin eines Altersheims in Stuttgart wird ein Schnelltest durchgeführt.
In Deutschland in vielen Bundesländern schon länger Pflicht: Bei einer Besucherin eines Altersheims in Stuttgart wird ein Schnelltest durchgeführt.
Foto: Keystone

Immer wieder wird Corona in Alters- und Pflegeheime eingeschleppt – trotz der Schutzkonzepte. Das soll nun ein Ende haben. Das Mittel: möglichst schnell möglichst viele Tests an Mitarbeitenden und Besuchern durchführen, um auch Virusträger ohne Symptome zu erkennen. Seit Donnerstag übernimmt der Bund dafür die Kosten. «Nutzen Sie das!», sagte Bundesrat Alain Berset am Mittwoch bei der Bekanntgabe des Entscheids. Doch die Reaktionen auf diesen Aufruf sind verhalten.

«Nein, wir starten noch nicht mit den Massentests von Personal und Besuchern.» Erst müsse der Kanton die Regeln festlegen, sagt am Donnerstag die Sprecherin von Domicil, der grössten Betreiberin von Alters- und Pflegeheimen in Bern. Ein Konzept habe der Bund zur Bedingung gemacht, damit er die Tests zahlt, sagt dazu der Sprecher der Berner Gesundheitsdirektion. In ein bis zwei Wochen werde man ein einfaches Grundkonzept vorlegen. Aber eigentlich könnten die Heime schon jetzt selber entscheiden, wen und wie oft sie testen.

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