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Gemeinderat gewinnt RechtsstreitStreit um Gartenhausdach und Aussencheminée in Niederhasli

Der Gemeinderat verlangte die Verkürzung eines Dachs auf einem Gartenhaus sowie die Verschiebung des Aussencheminées. Das wollten die Besitzer nicht akzeptieren.

Ein Rechtsstreit in Niederhasli wurde zugunsten der Gemeinde entschieden.
Ein Rechtsstreit in Niederhasli wurde zugunsten der Gemeinde entschieden.
Foto: Sibylle Meier

Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich lehnt die Beschwerde einer Privatperson ab. Das ist das Resultat eines Rechtsstreits, der bis ins Jahr 2013 zurückgeht. Damals erteilte der Niederhasler Gemeinderat zwei Privatpersonen, genannt A und D, nachträglich die Baubewilligung für ein Gartenhaus mit Carport und Terrasse. Allerdings war diese Bewilligung mit Bedingungen und Auflagen verknüpft. Unter anderem müsse das über die Grenze und damit auf Gemeindegebiet ragende Vordach um drei Meter zurückgebaut werden. Ebenso betroffen war das Vordach auf der Westseite der Terrasse. Zudem befand sich ein Aussencheminée ebenfalls teilweise auf dem Gemeindegrundstück.

A und D erhoben Rekurs, der jedoch vom Baurekursgericht abgelehnt wurde. Das Verwaltungsgericht als nächsthöhere Instanz wies die Beschwerde ab, die gegen den Rekursentscheid erhoben worden war. Und das Bundesgericht trat später nicht auf das dagegen erhobene Revisions- und Wiedererwägungsgesuch von A ein.

Gemeinderat setzte Frist für Rückbau

Im Februar letzten Jahres stellte der Gemeinderat fest, dass der Rückbau des Vordachs am Gartenhaus immer noch nicht stattgefunden hatte. Er legte den neuen Vollstreckungstermin auf den 12. März 2019 fest. Daraufhin verlangte A beim Baurekursgericht die Aufhebung des Beschlusses und wollte zudem den Rückbau ganz verhindern. Mit beiden Begehren kam A aber nicht durch und erhob deshalb Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Dieses hält in seinem kürzlich publizierten Urteil fest, dass die Rechtskraft der Baubewilligung unbestritten sei.

Der Beschwerdeführer brachte verschiedene Einwände vor, um doch noch recht zu bekommen, damit weder das Dach verkleinert noch das Cheminée versetzt werden mussten.

Das Verwaltungsgericht stützte aber den früheren Entscheid des Baurekursgerichts. Es würden keine Zweifel daran bestehen, wie genau das Vordach abzuändern sei. Der Beschwerdeführer wiederum wehrte sich danach auch noch gegen die Verschiebung des Cheminées. Das Verwaltungsgericht kam jedoch zum Schluss, dass sich die angefochtene gemeinderätliche Anordnung sowohl auf die Reduktion des Vordachs als auch auf die Umplatzierung des Cheminées beziehe und damit rechtmässig sei. Es weist die Beschwerde ab.