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Sulzer fällt aus Top Ten

Der Pumpen-Konzern wird 2017 den Abbau des Standorts Oberwinterthur abschliessen. Von den heute 494 Stellen fallen rund 70 weg. Damit gehört Sulzer definitiv nicht mehr in den Kreis der zehn grössten Winterthurer Arbeitgeber.

«Wir haben deutlich weniger Rückgang verzeichnet als unsere Mitbewerber und unsere Guidance», wie Sulzer-CEO Greg Poux-Guillaume betonte.

Am Mittwoch stellte Sulzer in Zürich sein Jahresergebnis 2016 vor. Es war durchzogen. Ein weiteres schlechtes Jahr im kriselnden Öl- und Gas-Geschäft drückt Sulzer auf den Umsatz: Knapp 2,8 Milliarden Franken betrug er 2016, das sind 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch der Gewinn vor Steuern (Ebit) sank um 4,6 Prozent auf 115,3 Millionen Franken. Ohne das Sparprogramm «Sulzer Full Potential» hätte die Bilanz noch schlechter ausgesehen, betonte Finanzchef Thomas Dittrich. 88 Millionen Franken hat Sulzer 2016 eingespart.

Rund 70 Jobs verschwinden

Ein Opfer dieser Sparübung ist auch der Chemtech-Standort Oberwinterthur, Sulzers letzte verbleibende Fabrik in der Stadt. Rund 70 Jobs werden nach jüngsten Erkenntnissen wegfallen, ein Teil durch Frühpensionierungen, aber die meisten durch Entlassungen. Betroffen sind Mitarbeiter in der Fertigung, die Verkaufs- und Service-Mitarbeiter werden weiterbeschäftigt. Schon vor diesem Schritt bot Sulzer in Winterthur noch 494 Vollzeitstellen an, bald werden es also nur noch um die 430 sein.

Kistler hat Sulzer überflügelt

Mit diesem Schritt verabschiedet sich Sulzer definitiv aus dem Kreis der zehn grössten Winterthurer Arbeitgeber. Um es auf diese Liste zu schaffen, welche angeführt wird von der Stadtverwaltung, der Axa Winterthur und dem Kantonsspital, braucht es deutlich über 500 Arbeitsplätze. Die Top-Ten enthält nach wie vor zwei Firmen, die aus Sulzer-Sparten hervorgingen, welche die Mutterfirma aber in Winterthur überflügelt haben: Zimmer Biomet (ehemals Sulzer Medica), Burckhardt Compression (Sulzer-Burckhardt). Die zwei weiteren Industriebetriebe mit nennenswerten Beschäftigtenzahlen sind Rieter und Kistler. Kistler, der stark gewachsene Wülflinger Sensorenhersteller hat mit seinen mittlerweile 615 Vollzeitstellen die schrumpfende Sulzer bereits im letzten Jahr deutlich überflügelt.

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