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Rettungsaktion auf HawaiiSurf-Profi rettet Frau aus den hohen Wellen

Ein australischer Profisurfer hat in Hawaii eine Frau vor dem Ertrinken gerettet. Trotzdem sieht er sich nicht als Helden.

Profisurfer hilft Rettungsschwimmern aus: Eine Frau geriet beim Baden auf Hawaii in eine starke Strömung und wurde in Richtung spitzer Felsen getrieben.
Video: Instagram

Ein Profisurfer hat in Hawaii eine Frau aus dem Meer gezogen, die von starken Wellen mitgerissen wurde. Mikey Wright genoss am Silvester gerade ein Bier und filmte die Aussicht auf die Nordküste von Oahu, als ihm eine in Not geratene Frau auffiel. Geistesgegenwärtig sprang der 24-jährige Surfer über ein Geländer und eilte der Frau zur Hilfe. Es gelang ihm trotz der starken Wellen zu ihr zu gelangen und sie in Richtung Küste zu ziehen.

Wright beschreibt gegenüber CNN, wie er während der Rettungsaktion die Frau beruhigt habe. Immer wieder habe er ihr versichert, dass alles gut kommen würde. Kurz bevor die beiden den Strand erreichten, rollte wiederholt eine grosse Welle über sie hinweg. Der Surfer versuchte die Frau durch einen Sprung vor der einbrechenden Welle und den spitzen Felsen zu schützen.

«Ich sagte ihr alles wird gut», sagt Wright. «Du wirst ans Land kommen. Es ist okay.» Tatsächlich ist ihnen das gelungen. Die Frau hat unverletzt überlebt. «Ich denke, ich bin nur ein bisschen erschrocken», habe sie ihrem Retter gesagt. Auch ihr Sohn hat die Rettungsaktion mitverfolgt. Er habe sich unter Tränen bei ihm bedankt, sagt Wright. «Danke. Du hast meine Mutter gerettet», habe er ihm gesagt. Er habe schon das Schlimmste befürchtet. Für Wright war das Ganze «sehr emotional».

Rettungsschwimmer standen bereits in anderem Einsatz

Zum Zeitpunkt des Vorfalls herrschte laut dem nationalen Wetterdienst eine hohe Warnstufe für Surfer. Die Wellen seien bis zu viereinhalb Meter hochgeschlagen.

Der Surf-Profi war wegen des «2020 Billabong Pipeline Masters Event» nach Hawaii gereist. Der Australier ist in dem bei Surfern beliebten Ort Culburra Beach aufgewachsen. Dort hätten er und seine Geschwister regelmässig gesehen, wie Menschen in Not geraten und aus dem Meer gezogen worden seien. «Wenn man in Australien oder in einer kleinen Stadt am Meer aufwächst, erlernt man lebensrettende Fähigkeiten», sagt der 24-Jährige.

Trotz seines mutigen Einsatzes bezeichnet Wright die örtlichen Rettungsschwimmer als die wahren Helden. Diese hatten zum Zeitpunkt des Vorfalls gerade eine weitere in Not geratene Person gerettet. Die Rettungsschwimmer von Hawaii seien immer da, wenn Surfer sie bräuchten. «Sie haben schon meinem Bruder geholfen. Sie haben schon mir geholfen», sagt Wright. «Dass ich aushelfen konnte, war einfach ein guter Moment.»

lif

4 Kommentare
    Reto Huber

    Warum schreibt ihr nicht, „Mann rettet Frau.“ Warum geht ihr nicht auf sein Geschlet ein? Ihr schreibt immer, Surfer. Dieser „Surfer“ ist ein Mann. Ich verlange Identitätspolitik für Männer. Danke Männer.