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National LeagueSuter trifft wieder, die ZSC Lions siegen

Die Zürcher gewinnen auch ihr zweites Spiel nach der Quarantäne, 5:3 gegen die Lakers. Und ihr prominenter Gast kommt immer besser in Fahrt.

Das wegweisende 2:1: Pius Suter bezwingt Lakers-Goalie Noël Bader mit einem platzierten Schuss.
Das wegweisende 2:1: Pius Suter bezwingt Lakers-Goalie Noël Bader mit einem platzierten Schuss.
Foto: Claudio Thoma (freshfocus)

Die ZSC Lions haben den Tritt nach ihrer Corona-Pause schnell wieder gefunden. Vielleicht war für sie, die im Oktober in ein Zwischentief mit drei Niederlagen in Serie bei 19 Gegentoren gerutscht waren, ein Marschhalt gar nicht so schlecht. Nach dem 4:3 nach Penaltys in einem hochklassigen Duell in Genf vom Freitag siegten sie im leeren und ungewohnt kühlen Hallenstadion 5:3 gegen die Lakers. Wobei sie, nachdem sie das Geschehen lange im Griff gehabt hatten, im Finish noch zittern mussten.

Natürlich hilft ihnen, dass mit Suter inzwischen auch der letztjährige Topskorer wieder dabei ist. Und der 24-Jährige traf in seinem dritten ZSC-Spiel seit seiner Rückkehr erstmals, zum wegweisenden 2:1 in der 33. Minute. Punkto Speed ist Suter bereits wieder top, gegen die Lakers harmonierte er auch schon besser mit seinen neuen Sturmkollegen Hollenstein und Bodenmann. Ob das die nominell erste, zwei oder dritte Linie der Zürcher ist, ist Ansichtssache. Was dokumentiert, wie gut sie bestückt sind. Und aktuell fehlen ja noch der verletzte Diem sowie Schäppi und Rossi wegen ihren Corona-Erkrankungen.

Die Lakers dürfen sich in diesem Winter berechtigte Hoffnungen auf ihre erste Playoff-Qualifikation seit 2008 machen. Oder zumindest auf Rang 10, der ja zur Teilnahme am neu eingeführten Pre-Playoff berechtigt, wo sich der Siebte und der Zehnte, sowie der Achte und der Neunte in Best-of-3-Serien um den Playoff-Zutritt duellieren. Im Jahr drei nach dem Aufstieg scheinen die St. Galler bereit für den nächsten Schritt. Sie sind breiter besetzt als die SCL Tigers und Ambri, die sie ja schon je zweimal schlugen. Zudem gelangen ihnen gegen Servette und Fribourg Überraschungssiege.

Auch gegen die ZSC Lions hielten sie gut mit, doch diesmal fehlten die Geniestreiche Cervenkas, der am Abend zuvor beim 4:1 gegen Ambri noch mit drei Skorerpunkten geglänzt hatte. Derweil der Tscheche immer mal wieder ein Spiel entscheiden kann, kommt Zuzug Moses immer besser in Fahrt. Der Amerikaner, der für Jokerit Helsinki in der KHL einmal 41 Tore in einer Saison schoss, verfügt über einen wuchtigen Schuss und setzte diesen im Hallenstadion auch immer wieder ein. So traf er zum frühen 1:0 (4.) und zum 2:3 (54.), das die Partie nochmals spannend machte. Die Prophezeiung sei gewagt: Moses dürfte den Lakers noch viel Freude machen.